Flusspferd-Baby heißt Halloween
Flusspferd-Baby heißt Halloween
Karlsruhe (red) - Es gibt Nachwuchs bei den Flusspferden im Karlsruher Zoo. Am 31. Oktober hat Kathy in der Nacht nach acht Monaten Tragezeit ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Die Tierpfleger haben dem Kleinen passend zum Datum den Namen Halloween gegeben.

In den ersten Tagen nach der Geburt war das Dickhäuterhaus geschlossen, um Mutter und Jungtier etwas Ruhe zu gönnen. Seit Dienstagnachmittag ist Halloween auch für die Besucher zu sehen, heißt es in einer Mitteilung des Zoos.

Begeisterung über erfolgreiche Nachzucht

"Wir sind begeistert, dass es mit der Nachzucht geklappt hat und dass das Kleine sich in den ersten Tagen gut entwickelt hat", freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. "Halloween trinkt regelmäßig bei Kathy. Sie macht das als erfahrene Mutter sehr gut", berichtet Robert Scholz, Revierleiter im Dickhäuterhaus. Dazu legt sich die 1,8 Tonnen schwere Kathy im flachen Wasser leicht auf die Seite, das Jungtier taucht und trinkt so unter Wasser. Anschließend kommt es zum Atmen wieder an die Oberfläche.

Vater Platsch wird auf Distanz gehalten

Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, ist noch nicht klar. Kathy lässt den Nachwuchs derzeit jedenfalls nicht aus den Augen, das Kleine darf sich kaum mehr als einen Meter von der Mutter entfernen. Ganz selten geht Halloween allerdings auch kurz aus dem Wasser, macht wenige Schritte auf dem Landteil, um dann sofort wieder zur Mutter ins Wasser zu kommen. Vater Platsch wird die kommenden Monate von Mutter und Kind getrennt verbringen. Zu groß wäre das Risiko, dass er versuchen würde, Kathy wieder zu decken und dann das Jungtier, das direkt bei seiner Mutter ist, zerdrückt würde.

Nachwuchs wird sechs bis acht Monate gesäugt

Das Jungtier ist aktuell etwa 50 Kilogramm schwer, während es ausgewachsene Männchen auf deutlich mehr als drei Tonnen bringen können. Gesäugt wird der Nachwuchs sechs bis acht Monate. In dieser Zeit beginnt das kleine Flusspferd aber auch schon recht früh, zusätzlich Heu, Gras oder andere feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Kathy und Halloween bleiben vorerst im Innengehege

"Kathy und Halloween bleiben bis zum Frühjahr im Innengehege, Platsch kann an schönen Tagen weiterhin das Außenbecken nutzen", erläutert Scholz. Dies ist trotz kühlerer Lufttemperaturen möglich, da dieses Jahr eine Heizung auf Solarthermie-Basis eingebaut wurde. Im kommenden Frühjahr werden dann alle drei Flusspferde gemeinsam die Außenanlage nutzen können.

Nachts künftig auch in der Elefantenanlage

Auch der nächtliche Gang über die große Elefantenanlage ist dann möglich. Diese wurde als Wechselgehege konzipiert, um den Flusspferden, die hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv sind, mehr Platz zu ermöglichen, wenn die Elefanten am späten Nachmittag ins Haus gebracht werden. Bei der Planung wurde bereits berücksichtigt, dass im unteren Bereich der Begrenzung mehr Stahlseile eingezogen wurden, um so die Anlage auch ausbruchsicher für ein Flusspferdjungtier zu gestalten.

Flusspferde werden nicht häufig in deutschen Zoos gehalten, insgesamt sind es nur sechs Einrichtungen, die diese beeindruckenden Tiere pflegen. In Baden-Württemberg ist Karlsruhe der einzige Zoo mit Flusspferden.

Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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