"Bislang kompliziertester Brand"
'Bislang kompliziertester Brand'

Bühl (jo) - Bühls Feuerwehrkommandant Günther Dussmann ist nicht mehr in dem Alter, in dem man die Nächte schon mal durchmacht. Von Dienstag auf Mittwoch war er zwangsläufig die ganze Nacht auf den Beinen. Auf Trab hielt ihn sein "bislang komplizierteste Brand", seit er 1991 bei der Bühler Feuerwehr tätig ist.

Wie berichtet, war am Dienstag kurz nach 17 Uhr in der Johannespassage eine Dehnfuge zwischen zwei Gebäudeteilen über drei Stockwerke in Brand geraten. Es qualmte gefährlich wie kräftig, doch Flammen zeigten sich nicht. "Ein Feuer, das man nicht sieht, lässt sich nur schwer bekämpfen", schildert Dussmann 17 Stunden später die Crux.

Gewissheit, dass Brand gelöscht ist, herrscht auch 17 Stunden später nicht

Es raucht nun nicht mehr, doch Gewissheit, ob dem versteckten Feuer endgültig der Garaus bereitet ist, herrscht noch nicht. Indiz dafür sind die Innenwände, deren Temperatur sich allmählich abkühlt. Bis zu 37 Grad wurden in der Spitze gemessen. Auf der anderen Seite, dort, wo man nicht reinschauen kann, hat der Schwelbrand gewütet und seinen schwarzen Rauch auch in die Wohnungen gepresst, wo er aus allen Öffnungen wie Deckenleuchten, Steckdosen oder WC-Schüsseln kroch.

Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus

Seinen Ausgang nahm das Ganze offensichtlich bei Bitumenarbeiten an einer Türschwelle im ersten Obergeschoss. Die Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus. Schaden, grob geschätzt: mindestens 500.000 Euro.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der morgigen Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts und im E-Paper ab vier Uhr morgens.

Foto: Margull

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