Bühler Hauptstraße als Fußgängerzone?
Bühler Hauptstraße als Fußgängerzone?
Bühl (sre/red) - In Bühl gibt es einen Vorstoß, Teile der Hauptstraße zur Fußgängerzone zu machen. Im Blickpunkt ist dabei der Abschnitt von der Einmündung der Rheinstraße bis zur Eisenbahnstraße.

Auf einen entsprechenden gemeinsamen Antrag der Fraktionen der GAL, SPD und FDP wies Stadtrat Walter Seifermann (GAL) während der Haushaltsberatungen hin. Seifermann hatte das Thema im Zusammenhang mit der geplanten Umgestaltung der Gartenstraße angeschnitten: Er wollte wissen, ob man diese Maßnahme nicht noch zurückstellen könne. Falls die Straße im Zuge der Verkehrsberuhigung der Hauptstraße zur Einbahnstraße würde, könne sich dies schließlich auf die Möglichkeiten der Gestaltung auswirken. Oberbürgermeister Hubert Schnurr entgegnete, dass man bei der Gartenstraße nicht mehr zurückrudern könne, die Arbeiten seien bereits ausgeschrieben.

Hirn: Bisherige Lösung "ein Flop"

Wie Seifermann im BT-Gespräch erläuterte, war der Antrag bereits mündlich beim OB vorgebracht worden. Die Verwaltung habe ihn aufgegriffen: Ein Verkehrsplaner werde beauftragt, der Vorschläge zur Umsetzung machen solle.

"Diese Art der Verkehrsberuhigung mit 20 Stundenkilometern in der Hauptstraße ist ein Flop", begründete SPD-Fraktionschef Peter Hirn auf BT-Nachfrage das Interesse seiner Fraktion an einer Änderung des Ist-Zustands. Keiner halte sich an das Tempolimit, der Verkehr staue sich und die Fußgänger würden so absolut nicht zum Verweilen angeregt. Auf der SPD-Wunschliste habe eine komplette Sperrung der Hauptstraße für den Autoverkehr schon immer gestanden. Nun solle das von der Stadtverwaltung beauftragte Planungsbüro, das ohnehin wegen des an der Kreuzung Stein- und Rheinstraße vorgesehenen Kreisverkehrs tätig sei, entsprechende Untersuchungen anstellen.

Man brauche "intelligente Lösungen, was die Verkehrsführung betrifft", betonte FDP-Fraktionschef Lutz Jäckel gegenüber dem BT. Auch er sieht hier die Verkehrsplaner am Zug: Zunächst brauche man valide Zahlen. Genau wie die Grünen habe die FDP die Fußgängerzone in der Hauptstraße bereits im Wahlprogramm genannt. Der Erfolg sei aber stark davon abhängig, "dass wir alle Beteiligten ins Boot bekommen": Von der Händlergemeinschaft Bina bis hin zu den Anrainern der möglichen Ausweichstraßen müssten alle einbezogen werden.

Symbolfoto: Klöpfer/Archiv

(Das Bild entstand beim diesjährigen Bauernmarkt)

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