Klimawandel schädigt Gesundheit
Klimawandel schädigt Gesundheit
London (dpa) - Der Klimawandel schädigt bereits heute die Gesundheit vieler Menschen, insbesondere die von Kindern. Bei einem Weiterwirtschaften wie bisher "wird das Leben jedes heute geborenen Kindes tiefgreifend vom Klimawandel beeinträchtigt werden", berichtet das Konsortium The Lancet Countdown, zu dem rund 100 Experten gehören.

Die Experten aus 35 Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Universitäten warnen im Fachjournal "The Lancet": Gehe der CO2-Ausstoß weiter wie bisher, werde ein derzeit geborenes Kind an seinem 71. Geburtstag im Schnitt in einer um vier Grad wärmeren Welt leben.

Und das hat Auswirkungen auf die Gesundheit: Die Körper der Kinder und ihr Immunsystem entwickele sich noch und Schäden in der Kindheit könnten bleiben. Auch Ernterückgänge durch den Klimawandel und infolgedessen Unterernährung träfen sie am schlimmsten, schreiben die Forscher. Sie litten stärker an Durchfall und an von Mücken übertragenen Erkrankungen wie Dengue. Durch wärmere Temperaturen gebe es auch mehr Mücken und die Gefahr der Übertragung von Krankheiten durch diese steige.

Zudem gibt es demnach eine Gruppe von Bakterien, die Vibrionen, die eine zunehmende Gefahr würden, auch in der Ostsee, heißt es in dem Report auch. Die Erreger können Magen-Darm- und Wundinfektionen verursachen.

Die Luftverschmutzung insgesamt habe 2016 weltweit zu sieben Millionen Todesfällen geführt, 2,9 Millionen davon habe Feinstaub verursacht. Problematisch ist vor diesem Hintergrund, dass die Zahl von Waldbränden durch höhere Temperaturen und mehr Trockenheit steigt..

Zudem verlängern sich die Wachstumsperioden und damit auch die Allergiezeiten für Pollenallergiker.

Symbolfoto: Agung Kuncahya B./dpa

(Das Bild zeigt einen kleinen Jungen in Indonesien, der durch einen Nebel von Mückenabwehrspray läuft)

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