Masern-Impfpflicht beschlossen
Masern-Impfpflicht beschlossen
Berlin (dpa) - Zur stärkeren Eindämmung von Masern-Erkrankungen in Deutschland kommt im neuen Jahr eine Impfpflicht in Kindergärten und Schulen. Der Bundestag beschloss ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn, das zum 1. März 2020 in Kraft treten soll.

Eltern müssen dann vor der Aufnahme ihrer Kinder in Kitas oder Schulen nachweisen, dass diese geimpft sind. Bei Verstößen sollen Bußgelder bis zu 2.500 Euro drohen. Für Kinder, die schon in der Kita oder in der Schule sind, ist bis 31. Juli 2021 nachzuweisen, dass sie geimpft sind oder die Masern schon hatten. Spahn sagte: Masernschutz sei Kinderschutz.

Masernfälle leicht rückläufig in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind die Masernfälle bis Mitte November im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Seit Jahresbeginn seien 86 Fälle registriert worden, teilte das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mit. Im Vorjahr wurden im selben Zeitraum (vom 1. Januar bis zum 13. November) 98 Masernfälle gemeldet.

Die meisten Fälle (10) gab es im Ortenaukreis. Im Kreis Stuttgart und Kreis Konstanz sind in diesem Jahr je acht Masernfälle registriert worden. Mehr als fünf Masernerkrankungen wurden außerdem im Kreis Karlsruhe, im Schwarzwald-Baar-Kreis, im Zollernalbkreis und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald gemeldet.

Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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