Falsche Mahnungen im Umlauf
Falsche Mahnungen im Umlauf
Berlin (red) - Ein falsches Inkassounternehmen verunsichert laut einer Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) derzeit viele Verbraucher. Dem BDIU liegen demnach zahlreiche Beschwerden vor, in denen Kunden von Energieversorgern angeben, Mahnungen erhalten zu haben. Die Briefe stammen von einem "Inkassobüro Aleksander" mit postalischer Anschrift in Berlin.

Doch dieses Inkassounternehmen gibt es laut BDIU nicht. Auf die Mahnschreiben sollte keinesfalls bezahlt oder direkt reagiert werden, empfiehlt der Bundesverband. Zudem wird zu einer Anzeige bei der Polizei geraten.

Ausstehende Stromzahlungen werden eingefordert

In den Briefen, die dem BDIU laut Pressemitteilung vorliegen, werden ausstehende Stromzahlungen eingefordert. Sie sind meist überschrieben mit "3. Mahnung". Einige Empfänger hätten berichtet, dass die auf den Schreiben angegebenen Zählernummern tatsächlich korrekt seien. Der Stromlieferant selbst wisse aber nichts von offenen Beträgen, heißt es weiter.

Auf den ersten Blick sehen die Briefe laut BDIU aus wie eine normale Rechnung. Auf der rechten Seite finde sich ein dicker roter Balken mit der Beschriftung "MAHNUNG". Angehängt sei ein vorausgefüllter Überweisungsträger. Darauf sei ein Konto mit einer deutschen IBAN-Kennung angegeben, was für eine gefälschte Forderung "sehr ungewöhnlich" sei, so der BDIU.

Weitere Tipps finden sich unter: www.inkasso.de/verbraucher/mahnungen-checken

Wer Fragen hat oder sich über ein Inkassounternehmen beschweren möchte, kann sich damit an den Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen unter www.inkasso.de wenden.

Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

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