So helfen Sie Vögeln im Winter
So helfen Sie Vögeln im Winter
Stuttgart (red) - Getümmel vor dem Küchenfenster: Wenn es kälter wird, finden sich Amsel, Meise oder Sperling in heimischen Gärten ein, um nach Futter zu suchen. Doch in der kargen Winterlandschaft ist Nahrung rar, heißt es in einer Pressemitteilung der Tierschutzorganisation Peta. Wie sich ein Garten vogelfreundlich gestalten lässt und mit welchem Futter den Tieren über die kalte Jahreszeit geholfen werden kann, erfahren Sie hier.

Ein naturnaher Garten und Futterhäuschen helfen Vögeln im Winter, genügend Nahrung zu finden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Außerdem ließen sich die flinken Gesellen hier gut beobachten.

Sträucher und Büsche für Unterschlupf und Nahrung

Sträucher und Büsche böten Vögeln Unterschlupf und Nahrung. Die Eberesche, auch "Vogelbeere" genannt, sollte laut Peta in einem vogelfreundlichen Garten nicht fehlen. Bei der Düngung des Gartens sollte zudem auf natürliche Produkte wie Komposterde und Rindenmulch zurückgegriffen werden., heißt es weiter. Chemische Mittel, die Insekten töten, schadeten in der Folge auch den Vögeln.

In Totholz und anderen abgestorbenen Pflanzenteilen überwintern Insekten, die Vögeln als Nahrung dienten. Zudem trügen verblühte Blumen und Stauden immer noch wertvolle Samen und sollten daher nicht komplett zurückgeschnitten werden, heißt es weiter.

Futterplatz sollte Rundumsicht zulassen

Der Futterplatz sollte für die Vögel gut überschaubar sein und eine Rundumsicht zulassen. Nahe gelegene Versteckmöglichkeiten, wie Büsche oder Sträucher, seien dabei sehr wichtig, damit sich die Tiere bei Gefahr schnell in Sicherheit bringen können. Ein Schälchen mit Trinkwasser sollte den Vögeln auch im Winter zur Verfügung gestellt werden, teilt Peta weiter mit. Die Tränken sollten so stehen, dass Katzen oder Marder diese nicht erreichen können.

Nicht alle Vögel haben gleichen Geschmack

Für Körneresser wie Fink und Sperling würden sich laut Peta besonders gut Sonnenblumenkerne und Hanfsamen eignen. Haferflocken und getrocknete Beeren oder Obst seien für Weichfutteresser wie Amsel und Rotkehlchen gut geeignet.

Damit das Futter nicht verderben kann, sollte es vor Nässe geschützt sein und regelmäßig erneuert werden. Aus hygienischen Gründen sollten Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden, so Peta. Für Weichfutter sei eine Futterstation am Boden an einer geschützten Stelle zu bevorzugen, da Amsel und Co. überwiegend am Boden auf Nahrungssuche gingen. Körneresser bevorzugten hingegen in der Luft hängende Futterhäuschen oder Spender. Brot sowie andere Speisereste sollten jedoch laut Peta nicht an Vögel verfüttert werden, da Gewürze und Salz schädlich für die Tiere seien.

Foto: Ursula Bauer/dp/Aktion Tier

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