Ringen um Photovoltaikanlagen
Ringen um Photovoltaikanlagen
Rastatt (ema) - Der Bau und wirtschaftliche Betrieb von Photovoltaikanlagen ist offenbar längst kein Selbstläufer mehr. Diese Erfahrung macht gerade die Kreisverwaltung, die untersuchen ließ, ob auf den Betriebsgebäuden der Deponie Oberweier und des Wertstoffhofs in Bühl-Vimbuch ein solcher Energiespender installiert werden. Im Betriebsausschuss des Kreistags berichtete die Verwaltung über Teilerfolge.

Für das 1 350 Quadratmeter große Dach in Vimbuch hat der Landkreis mittlerweile einen Partner gefunden, wie die technische Betriebsleiterin Regine Krug berichtete. Die Gernsbacher Firma W-Quadrat habe das beste Angebot abgegeben. Man sei dabei, einen 20-Jahres-Vertrag mit dem Unternehmen abzuschließen. Wegen der geringen Verbrauchsmengen kam eine Eigennutzung des erzeugten Stroms für den Landkreis aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage, weshalb man sich für eine Verpachtung entschloss.

Komplizierter ist die Lage in Oberweier. Ein Ingenieurbüro kam zu dem Ergebnis, dass eine Photovoltaikanlage unwirtschaftlich wäre. Allerdings warf Hartwig Rihm (CDU) die Frage auf, ob bei einer Ertüchtigung der Statik sich möglicherweise eine Anlage doch rechne. Regine Krug verneinte dies. Diese Botschaft hätten auch schon die Stadtwerke Pforzheim als potenzieller Interessent übermittelt.

Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Denn Robert Wein (FW) berichtete, dass die Bürger-Energiegenossenschaft Durmersheim Interesse habe, sich auf der Deponie zu engagieren. Jetzt soll das Thema Statik noch mal geprüft und mit den Genossen von der Hardt Kontakt aufgenommen werden. Michael Pfeiffer (SPD) brachte dabei auch den vor der Gründung stehenden Klimaschutzfonds ins Spiel, mit dem man ein solches Projekt fördern könne.

Auf jeden Fall erledigt haben dürfte sich die Diskussion, auf dem Deponiehügel selbst eine Photovoltaikanlage zu errichten. Die Verwaltung bekräftigte, dass die Oberflächenabdichtung nicht durchstoßen werden darf und deshalb Fundamente für eine Photovoltaikanlage nicht befestigt werden können. Ohnehin setze eine Nutzung der Deponiefläche mit Modulen deren Stilllegung voraus. Doch eine Schließung sei in den nächsten Jahren nicht geplant.

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