USA: Täter nahmen bewusst jüdisches Geschäft ins Visier
USA: Täter nahmen bewusst jüdisches Geschäft ins Visier
Jersey City (dpa) - Nach einer Schießerei mit sechs Toten bei New York geht der Bürgermeister von Jersey City von einem gezielten Angriff auf einen jüdischen Laden aus. "Vergangene Nacht wurde nach einer umfassenden Überprüfung der Aufnahmen unserer Überwachungskameras deutlich, dass diese beiden Personen es auf das koschere Lebensmittelgeschäft abgesehen hatten", schrieb Bürgermeister Steven Fulop am Mittwoch auf Twitter.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach im Namen des israelischen Volkes den Familien der Opfer sein Beileid aus. Nach Fulops Darstellung fielen Schüsse, und zwei Polizisten, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, hinderten dann die beiden mutmaßlichen Täter daran, den Laden zu verlassen und weitere Zivilisten anzugreifen. "In Jersey City gab es niemals Platz für Hass und Antisemitismus und es wird niemals Platz dafür bieten", erklärte er. Die neuen Erkenntnisse widersprechen ersten Ermittlungsergebnissen, wonach die Bluttat sich aus einer Mordermittlung auf einem nahen Friedhof entwickelte. Bei dem Vorfall am Dienstag in Jersey City starben neben einem Polizisten und den beiden mutmaßlichen Tätern Behörden zufolge drei Zivilisten, die sich in dem jüdischen Laden aufgehalten hatten. Über mehrere Stunden entwickelte sich ein teils schweres Feuergefecht.

Weiteres Todesopfer

Vor der Schießerei sollen die beiden Tatverdächtigen einen weiteren Mann getötet haben. "Die verstorbenen Verdächtigen in diesem Fall sind unsere Hauptverdächtigen für die Tötung eines Uber-Fahrers in (der Stadt) Bayonne", sagte der Generalstaatsanwalt von New Jersey, Gurbir Grewal, gestern am späten Abend deutscher Zeit.

Foto: Alvarez/AP/dpa

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