KSC geht gegen Greuther Fürth unter
KSC geht gegen Greuther Fürth unter
Karlsruhe (lsw) - Die kleine Erfolgsserie von Fußball-Zweitligist Karlsruher SC ist krachend zu Ende gegangen. Eine Woche nach dem überraschenden 2:2 bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld und nach fünf Heimspielen ohne Niederlage verlor der Aufsteiger am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth verdient mit 1:5 (1:2) und kassierte die bisher höchste Saisonpleite.

Die Gastgeber, für die Philipp Hofmann das zwischenzeitliche 1:1 (26.) und damit sein zehntes Saisontor erzielte, rutschten nach der zweiten Heimniederlage vorerst auf Rang zwölf ab.

"Wir hatten einfach Angst auf dem Platz und haben zu viel zugeschaut", sagte Angreifer Hofmann. "Wenn nur ein, zwei Spieler im Spiel drin sind, ist das zu wenig." Auch Daniel Gordon zeigte sich verärgert über die Leistung der Mannschaft vor den 12.750 Zuschauern. "Dieses Ergebnis tut einfach nur weh, wir bekommen die Gegentore viel zu naiv", kritisierte der Innenverteidiger.

Dagegen beendeten die Gäste aus Franken zum Vorrundenabschluss dank der Tore von Branimir Hrgota (19. Minute), Tobias Mohr (29.), Paul Jaeckel (61.), Havard Nielsen (77.) und Jamie Leweling (90.+2) eine monatelange Auswärtsmisere und feierten den bisher zweiten Sieg in der Fremde.
KSC-Trainer Alois Schwartz hatte im Angriff neben Toptorjäger Hofmann einmal mehr Anton Fink aufgeboten, allerdings in einer hängenden Position. In dem nur in der ersten Halbzeit offenen Spiel taten die Gastgeber zunächst mehr für die Offensive, vor dem Tor fehlte jedoch die Durchschlagskraft.

Zudem patzte die Defensive bei den Toren von Greuther Fürth: Vor Hrgotas 0:1 ließ Torwart Benjamin Uphoff den Ball ungeschickt vor die Füße des Stürmers abprallen. Beim 1:2 von Mohr, der ins lange Eck zielte, stand KSC-Verteidiger Marco Thiede zu weit von seinem Gegenspieler weg.
Nach der Pause übernahmen die Gäste dann zunehmend das Kommando und zeigten immer wieder gute Offensivaktionen. Der KSC spelte weiter ideenlos und half auch beim 1:4 mit, als Uphoff eine Flanke nicht festhalten konnte.

Der KSC leistete sich gegen die offensivstarken Fürther besonders in der Defensive zu viele Fehler und rutschte zunächst vom elften auf den zwölften Rang ab. Der SV Darmstadt 98 könnte am Montag zum Abschluss des 17. Spieltages mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart noch am KSC vorbei ziehen.

Foto: Uli Deck/dpa

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