Personalmangel: Kliniken in Gefahr
Personalmangel: Kliniken in Gefahr
Stuttgart (lsw) - Der Mangel an qualifizierten Pflegern und Ärzten hat nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) für viele Kliniken ein existenzbedrohendes Ausmaß angenommen.

"Die Folgen für die Versorgung der Menschen im Land sind mittlerweile deutlich spürbar", sagt der BWKG-Vorsitzende Detlef Piepenburg. Mehr als zwei von drei Allgemeinen Krankenhäusern hätten in den vergangenen zwölf Monaten Betten oder Abteilungen wegen Personalmangels schließen müssen. Details aus der Halbjahres-Umfrage bei den Hospitälern will die Gesellschaft am Montag (11 Uhr) in Stuttgart vorstellen.

Nach diesem sogenannten Indikator geben Geschäftsführer von 86,5 Prozent der Krankenhäuser und 88,6 Prozent der Reha-Kliniken sowie von 85 Prozent der Pflegeeinrichtungen an, es sei schwierig oder eher schwierig, Pflegefachkräfte zu finden. Auch die freien Stellen von Ärzten könnten nur schwer besetzt werden. Zum Teil seien auch Betten in den Intensivstationen nicht belegt worden, kritisierte Piepenburg. Ein großer Teil der Kliniken habe zudem finanzielle Probleme.

Für den Indikator fragt die BWG ihre Mitglieder alle sechs Monate nach der wirtschaftlichen Situation und der Arbeitsmarktentwicklung.

Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

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