Unfall hat Folgen im Gemeinderat
Unfall hat Folgen im Gemeinderat
Baden-Baden (marv) - Schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt wurde am vergangenen Freitag, 13. Dezember, ein Fußgänger bei einem Auffahrunfall in Lichtental. Auf Höhe der Verkehrsbetriebe hatte der Anfang 30-Jährige gegen 16.15 Uhr einen Zebrastreifen überqueren wollen, als er von einem 78-jährigen Audifahrer erfasst wurde, der von Oberbeuern in Richtung Stadtmitte unterwegs war . Das berichtete das Polizeipräsidium Offenburg auf BT-Nachfrage. CDU-Stadträtin Cornelia von Loga hatte am Montagabend im Gemeinderat darauf hingewiesen, dass im Internet über den Unfall kontrovers diskutiert werde.

In der Facebook-Gruppe: "Du bist ein Baden-Badener wenn ..." forderten einige Anwohner und Passanten eine bessere Beleuchtung des Zebrastreifens, die Einführung einer 30er-Zone sowie festinstallierte Blitzer an der Stelle. Von Loga wollte von der Verwaltung mehr zur Situation wissen und sagte in Bezug auf die Mutmaßungen im Internet: "Ich denke, man sollte dem Fakten entgegensetzten".

Mergen kündigt Überprüfung der Beleuchtung an

Oberbürgermeisterin Margret Mergen kündigte daraufhin eine mögliche Überprüfung der LED-Beleuchtung vor Ort an. Eine Untersuchung seitens der Stadt ergab, dass die dortige Beleuchtung den üblichen technischen Vorgaben entspreche, teilte Stadtpressesprecher Roland Seiter auf BT-Nachfrage mit. Auf die Anregungen aus der Bevölkerung, dort doch eine Tempo-30-Zone einzurichten, sagte Seiter: "Im September 2018 hat es dort zuletzt eine städtebauliche Überprüfung gegeben", diese sei zum Ergebnis gekommen, dass dort keine 30er-Zone eingeführt werden muss. Seit damals habe es dort, diesen Unfall eingerechnet lediglich drei Unfälle gegeben, erklärte Seiter, der sich dabei auf Auskünfte der Polizei berief.

Polizei: Unfallopfer vermutlich von Autofahrer übersehen

Laut Zeugenangaben gegenüber der Polizei habe der Mann unmittelbar vor Überqueren des Zebrastreifens einen Linienbus passieren lassen, aus dem er zuvor ausgestiegen war. Der Autofahrer hat den Mann entweder übersehen oder einfach nicht mehr schnell genug reagieren können, da das spätere Unfallopfer unmittelbar hinter dem Bus über die Straße gelaufen sei, so die Polizeipressestelle.

Aus dem Umfeld des Mannes heißt es, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Laut Polizei habe er mindestens die Nacht in der Klinik Balg verbracht. Der Autofahrer ist unverletzt geblieben und am Fahrzeug ist laut Polizei ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro entstanden.

Symbolfoto: Patrick Seeger

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