Bühl aktualisiert Lärmaktionsplan
Bühl aktualisiert Lärmaktionsplan
Bühl (jo) - Der Begriff könnte so missverstanden werden, als wolle die Stadt Bühl Krach schlagen. Stattdessen geht es beim sogenannten Lärmaktionsplan darum, solchen zu vermeiden. Im Fokus stehen Hauptverkehrsstraßen mit gesundheitsbeeinträchtigender Lärmbelastung wie die A5, die B3 und die Landesstraßen 83 und 85.

Deren Verkehrsaufkommen bewegt sich laut Verwaltungsangaben bei über 8.200 Fahrzeugen pro Tag, womit schalltechnische Untersuchungen gesetzlich gefordert sind. "Die EU-Kommission hat bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen fehlender Lärmaktionspläne eingeleitet", informierte die Verwaltung. Der Gemeinderat stimmte einvernehmlich zu, ein Fachbüro aus Winnenden mit den Untersuchungen zu beauftragen, um den bestehenden, unzureichenden Aktionsplan fortzuschreiben.

Bürger sollen beteiligt werden

Bis Jahresende 2020 soll das Grundlageverfahren mit umfangreicher Bürgerbeteiligung abgeschlossen sein, informierte Barbara Thévenot, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung. Mithilfe des Gutachtens lassen sich Fördergelder beantragen. Walter Seifermann (GAL) sinnierte über die Einführung einer "Lärmsteuer", bei der die Verursacher zur Kasse gebeten werden und die Geschädigten durch die Finanzierung von Lärmschutzmaßen profitierten. "Diesen Vorschlag müssen wir an unsere Bundes- und Landtagsabgeordneten weitergeben", meinte OB Hubert Schnurr.

Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz