Vier Fragen an die lebende Musikbox
Vier Fragen an die lebende Musikbox
Rastatt - Eine Jukebox der anderen Art sorgte auf der Rastatter Schlossweihnacht für Aufsehen - und Stimmung. Raphael Gottlieb und sein Onkel Johannes Schmidt waren dort als lebende Musikbox zu erleben. In einem abgesägten Trabi führten sie Lieder auf, die von den Besuchern aus einer Liste mit 70 Songs ausgewählt werden konnten. Der Wunschtitel wurde auf eine Tastatur auf der Kühlerhaube eingetippt, dann legte das Duo mit Gitarre und Mini-Schlagzeug im Fahrzeuginneren los. BT-Redakteur Markus Langer hielt das in einem kurzen Video fest und hatte danach vier Fragen an Gottlieb, Gitarrist, Sänger und Besitzer der lebenden Musikbox.

BT: Herr Gottlieb, wie entstand die Idee zur lebenden Musikbox?

Raphael Gottlieb: Als Jugendlicher hatte ich bereits die Idee, Straßenmusik zu machen. Nur wollte ich, dass meine Zuhörer das Programm mitbestimmen dürfen. So hatte ich die Idee mit der Musikbox. Vor dem Trabi gab es bereits zwei Varianten, mit denen wir bereits hier und da spielten und schnell merkten, das gefällt den Leuten. So haben Andreas Bosse - ein Freund aus meiner Heimat Sexau- und ich dann den Trabi aus der Taufe gehoben.

BT: Warum sitzen Sie einem abgesägten Trabi?

Gottlieb: Ein Trabi ist es vor allem geworden, weil er ein echter Hingucker ist und die Form sofort ins Auge sticht. Dann ist er natürlich ein sehr kompaktes Auto, das heißt, wir spielen auf engstem Raum, was immer wieder für ungläubiges Staunen sorgt. Abgesägt haben wir ihn aus folgenden Gründen: Er passt so auch in Räumlichkeiten besser rein und die Form einer Musikbox hat zumindest so im weitesten Sinne Ähnlichkeit mit unserem Trabi.

BT: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Lieder aus?

Gottlieb: Die Lieder müssen in erster Linie spiel- und singbar für uns sein. Wir sind zu zweit, können also nicht unbedingt jedes Genre abdecken. Hard-Rock wird zum Beispiel schwierig. Über die Jahre haben wir ein Gespür entwickelt, welche Songs beim Publikum ankommen. Da sind vor allem die Oldies und Schlager der 60er und 70er Jahre immer noch hoch im Kurs. Aber eines ist sicher: Alles, was wir auf die Tafel rausschicken, spielen wir gerne live.

BT: Gibt es einen Auftritt, an den Sie besonders gerne zurückdenken?

Gottlieb: Wir sind nun seit acht Jahren mit der lebenden Musikbox unterwegs, da sind bereits einige Auftritte zusammen gekommen. Alle Auftritte, bei denen das Publikum mitsingt, tanzt und vor Freude und Spaß gar nicht mehr weggehen will, sind für uns tolle Auftritte. Da will ich keinen speziell hervorheben, aber die beiden Auftritte in Rastatt waren klasse, weil das Publikum von Anfang bis Ende voll mit dabei war und uns mit ihrer Sanges- und Tanzfreude durch den Abend getragen haben. Gerne wieder!

Foto/Video: Markus Langer

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