Mann hält Polizei auf Trab
Mann hält Polizei auf Trab
Offenburg (red) - Ein 42 Jahre alter Mann hat über das Wochenende mehrfach die Polizisten des Offenburger Polizeireviers und des Verkehrskommissariats beschäftigt und muss sich nun einer ganzen Litanei an Strafverfahren stellen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 42-Jährige am Samstagabend nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin die amtlichen Kennzeichen an deren Auto abmontiert und gestohlen haben. Die Polizei wurde gerufen und Anzeige erstattet.

Kurz darauf erkannten Polizisten den Verdächtigen in der Offenburger Südweststadt, als er an ihnen vorbeifuhr. Sie stoppten den Mann und kontrollierten ihn. Allerdings konnten sie bei ihm nicht die gestohlenen Kennzeichen finden. Sie stellten aber fest, dass der Mann mit weit über einem Promille intus hinter dem Steuer gesessen hatte. Der 42-Jährge musste daher eine Blutprobe und auch seinen Führerschein abgeben.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags wandte sich dann ein 26 Jahre alter Mann hilfesuchend über Notruf an die Polizei. Er schilderte, dass er nach einem Discobesuch von einem Mann, den er in der Disco kennengelernt hatte, sexuell belästigt werde. Aus Angst habe er die Disco verlassen und sei in ein Geschäft eingedrungen, in dem er sich vor seinem Verfolger verstecke.

Die Polizei rückte aus und fand den Mann gegen 5 Uhr in dem Laden. Kurze Zeit später tauchte auch der mutmaßliche Verdächtige auf. Es handelte sich abermals um den 42-Jährigen, der am Abend zuvor wegen des Kennzeichendiebstahls und der Trunkenheitsfahrt aufgefallen war.

Als er von dem 26-Jährigen erkannt und identifiziert wurde, versuchte er zu flüchten. Ein Beamter packte den fliehenden Mann allerdings am Arm, woraufhin sich dieser losriss und zuschlug. Der Beamte konnte den Schlag abwehren, den Mann zu Boden ringen und vorläufig festnehmen. Dabei wurde allerdings die Polizeiuniform beschädigt. Verletzt wurde niemand. Der 42-Jährige stand mit über zwei Promille erneut stark unter Alkoholeinfluss, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand

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