Aufrufe zu mehr Nächstenliebe
Aufrufe zu mehr Nächstenliebe
Rom (dpa/red) - Papst Franziskus hat die Menschen zu Weihnachten zu selbstloser Mitmenschlichkeit aufgerufen. Derweil forderten Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland an Heiligabend mehr Einsatz für andere Menschen und die Umwelt.

"Warten auch wir nicht darauf, dass der Nächste rechtschaffen wird, um ihm Gutes zu tun, dass die Kirche vollkommen sei, um sie zu lieben, dass die anderen dafür, dass wir ihnen dienen, uns achten. Fangen wir an", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der traditionellen Christmette am Dienstabend im Petersdom in Rom.

In der Geburtskirche in Bethlehem wagte Erzbischof Pierbattista Pizzaballa einen Vergleich der Zeit Christi mit der heutigen Welt - und sah kaum Unterschiede.

Zu Heiligabend hob Franziskus die Bedeutung der Weihnachtsbotschaft hervor. "Weihnachten erinnert uns, dass Gott fortfährt, jeden Menschen zu lieben, auch den schlimmsten", sagte er. Gottes Liebe zu den Menschen sei nicht an Bedingungen geknüpft.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, formulierte das Empfingen, dasss "wir spüren, dass eine alte Welt vergeht, aber das, was kommt, wird noch nicht wirklich sichtbar und löst deshalb Sorgen und Ängste aus".

Des Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete Weihnachten als ein "Fest der grenzenlosen Hoffnung". Mit der Geburt Jesu habe die Liebe Gottes menschliche Gestalt angenommen. Diese Botschaft verbinde Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten, denn Gott sei nicht zuerst Deutscher oder Chinese, Amerikaner oder Afrikaner geworden, "sondern einfach Mensch".

Foto: Alessandra Tarantino/dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz