Trauer auch in Karlsruhe
Trauer auch in Karlsruhe
Karlsruhe (lsw/red) - Nach dem verheerenden Brand im Zoo von Krefeld sind Trauer und Mitgefühl auch in Karlsruhe groß. Vor fast zehn Jahren hatte es im Streichelgehege des dortigen Tierparks ebenfalls gebrannt. Alle Tiere dort seien damals ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, Timo Deible, am Donnerstag.


Die Elefanten im angrenzenden Gehege seien gerade noch rechtzeitig gerettet worden. "Deswegen kann man das nun sehr gut nachvollziehen", sagte Deible mit Blick auf die Tragödie in Nordrhein-Westfalen.

26 Tiere in Karlsruhe getötet

Bei dem Großbrand in Karlsruhe wurden im November 2010 26 Tiere getötet. Das Feuer war vermutlich durch einen technischen Defekt ausgebrochen. Die Bewohner des Dickhäuterhauses konnten zwar gerettet werden, allerdings erlitten vier Elefanten Brandverletzungen. Das Unglück löste in der Region tiefe Betroffenheit, aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft aus.

Der Brand in Krefeld weckt nicht nur Erinnerungen an damals. Der stellvertretende Direktor des Karlsruher Zoos, Clemens Becker, habe alle Orang-Utans aus Krefeld gekannt. Becker ist Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Orang-Utans und leitet den Austausch der Affen unter den Zoos.

Polizei ermittelt

Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht in Krefeld mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Die Ermittler meinen, dass zum Jahreswechsel gezündete Himmelslaternen den Brand ausgelöst haben könnten. Diese sind in Deutschland verboten. Gegen eine 60-Jährige und ihre erwachsenen Töchter wird ermittelt.

Foto: Uli Deck/dpa/Archiv

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz