Großer Andrang bei den kleinen Brunnen
Großer Andrang bei den kleinen Brunnen
Gernsbach (vgk) - Einen Boom erleben in diesen Zeiten die sogenannten Kaffeewasserbrunnen in Gernsbach. Als Gründe dafür geben die meisten, die sich in die Reihe vor den Zapfstellen in der Scheffelstraße und in Scheuern beim Kindergarten einreihen, das PFC im Verbandswasser an.

Die Warteschlangen sind zeitweise lang. Auch stehen nicht nur Gernsbacher und Bürger aus den Teilorten dort geduldig in der Schlange, die Auto-Kennzeichen verraten, dass viele auch von weiter her kommen.

Die Brunnen werden von zwei unterschiedlichen Quellen gespeist. In der Scheffelstraße kommt das Nass aus der Axtlohquelle. Deren Wasser bahnt sich seinen Weg über Loffenauer Gemarkung in den Kelterberg-Hochbehälter. Von Zeit zu Zeit, wenn es erforderlich ist, kann Verbandswasser beigemischt werden. Die Ahornquelle hat ihren Ursprung in den Hügeln bei Lautenbach. Beide Male handelt es sich um kontrolliertes und hygienisch einwandfreies Wasser.

Oft ist das Staunen groß, wenn Kofferräume geöffnet werden voller Kanister und Flaschen. Denn beliebt ist das klare kalkfreie Nass nicht nur bei passionierten Tee- oder Kaffeetrinkern, sondern auch bei Besitzern von Aquarien.

Die meisten, die sich an den Wasserstellen mit Wasser eindecken, tun dies schon lange, kommen regelmäßig mit den unterschiedlichsten Behältern vorbei. Einer meinte im BT-Gespräch, ihn treibe der Wunsch nach sauberem Trinkwasser hierher. Ein Großvater, der erst seit kurzer Zeit seine Flaschen unter die Wasserhähne hält, hat insbesondere die Gesundheit seiner Enkel im Blick, und dass diese PFC freies Wasser bekommen. Auch berichtete dieser, dass viele seiner Vereinskameraden es ihm gleichtun und sich am Scheuerner Brunnen mit Trinkwasser versorgen würden.

Die allermeisten der Wartenden pflichten dem Gesagten bei. Auch sie zeigten sich davon überzeugt, mit dem Holen des Brunnenwassers das Richtige zu tun. Ebenso wird befürchtet, dass noch mehr Menschen sich dazu entschließen könnten, die Quellwasserbrunnen zu frequentieren. Noch längere Wartezeiten wären die Folge. Überdies hätte man es besser gefunden, wenn die PFC-Problematik des Verbandswassers besser und deutlicher kommuniziert worden wäre.

Foto: Veronika Gareus-Kugel

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz