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Mit Rucksack, aber ohne Fußfessel
Mit Rucksack, aber ohne Fußfessel
03.01.2013 - 16:03 Uhr
Baden-Baden (km) - Wochenlang täglich den gleichen bleichen Gesichtern am gleichen Pool oder im hoteleigenen Restaurant begegnen und sich für überteuerte Ausflüge in von Touristen überfüllte Shuttle-Busse quetschen? Diejenigen, die diese Beschreibung eher an die Szenen eines Alptraums erinnert als an einen Urlaub, sollten vielleicht mal über eine Backpacking-Reise nachdenken.

Rucksackurlauber lernen auf jeden Fall das Reiseland, seine Kultur und Einwohner sowie andere Reisende viel intensiver kennen, als "normale" Touristen. Warum? Ganz einfach - Backpacker halten sich in der Regel nicht besonders lange an einem Ort auf. Doch so spontan und unorganisiert Rucksackreisen auch oft scheinen, einige Planungen vor Reiseantritt sind dennoch wichtig. Wer also zum ersten Mal einen Urlaub als Backpacker ins Auge fasst, der sollte einige Tipps beherzigen.

Kosten beachten:

Der Kostenpunkt ist häufig ein Kriterium (längst jedoch nicht das einzige), weshalb sich junge Menschen mit wenig Urlaubsbudget für einen Backpacker-Urlaub entscheiden. Doch über eines muss man sich als Backpacker im Klaren sein: Diese Art von Urlaub ist deutlich anstrengender als eine Pauschalreise, da man sich immer wieder an neuen Orten zurechtfinden muss und in der Regel kein unbegrenztes Budget zur Verfügung hat und somit haushalten muss.

Ziel grob definieren:

Backpacking verleitet ein Stück weit dazu, sich nicht wirklich festlegen zu wollen - weder bei der Dauer des Aufenthaltshalts an einem Ort, noch bei den Zielen an sich. Nach dem Motto: "Da wo es schönsten ist, da bleibe ich eine Weile."

Vor der Reise sollte man aber zumindest ein grobes Ziel vor Augen haben. Das können entweder bestimmte Länder, aber auch Kontinente sein. immt man sich zu viel vor, bleibt die Erholung auf der Strecke und aus dem Urlaub wird ein Wettrennen von Spot zu Spot.

Empfehlenswert ist es, sich vorab eine ungefähre Route zu überlegen, bei der zumindest die erste Station festgelegt ist - denn es ist nicht gerade ein guter Auftakt, nach einem stundenlangen und unbequemen Flug in einer fremden Stadt zu landen, ohne jegliche Anlaufstelle. Besonders wenn man abends ankommt, sollte man eine Übernachtung in einem Hostel oder über Couch-Surfing vorab organisieren.

Transportmittel vor Ort:

Vor der Reise sollte man wenn möglich schon entscheiden, welche Fortbewegungsmittel man im Reiseland überhaupt nutzen kann - und möchte. Komplett unwissend in den Flieger zu steigen, bedeutet nur, dass man vor Ort Zeit und oft auch Geld verschwendet, weil man wegen jeder Kleinigkeit ins Internetcafé rennen muss (sofern man ohne technische Hilfsmittel reist). Denn je nach Ziel kann das Abrufen der Mails schon mal dauern. Vorrecherche hilft dabei, rechtzeitig an günstige Tickets zu kommen, speziell wenn man innerhalb eines Reiselands fliegen muss. Jegliche Fahrpläne sollten vor dem Urlaub ausgedruckt werden, damit man nicht tagelang irgendwo festhängt.

Gepäck:

Halt! Stopp! Hier muss definitiv eine Grenze gezogen werden, denn sonst kehrt man nicht erholt, sondern mit einem schmerzenden Rückenleiden zurück. Niemals zu viel einpacken! Schließlich trägt man den Rucksack immer wieder umher.

Um richtig zu packen, sollte man die Wetterbedingungen im Reiseland beachten. Beim Backpacking kommt Funktionalität außerdem eindeutig vor Styling! Statt fünf Paar Schuhen für sämtliche Anlässe sollte man sich auf etwa zwei beschränken - zum Beispiel eines zum Laufen/Wandern und eines für den Strand.

Wichtig ist je nach Ziel auch eine kleine Campingausrüstung, da man als Backpacker nicht an jedem Ort eine günstige oder vakante Unterkunft findet und so im Notfall zumindest ein Zelt hat. Isomatte und Schlafsack sollten natürlich nicht vergessen werden. Ein kleiner Schlafsack (aus Seide oder Leinen) bietet sich im Übrigen auch für Nicht-Camper an. Denn je nach Unterkunft sollte man eher zur eigenen Decke greifen.

Unterkünfte:

Bevor es losgeht, sollte man sich über günstige Unterkunftsarten im Urlaubsziel schlau machen. Gibt es günstige Hostels, Bed and Breakfasts oder Pensionen im Ort oder sollte man sich einen Schlafplatz über Couch-Surfing suchen - solche Fragen können vorab geklärt werden. Aktuelle und nach Preisen gestaffelte Infos bieten große Reiseführer - allen voran der Lonely Planet, der besonders für das Reisebudget von Backpackern vielseitige Informationen bietet.

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