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Faszinierende Ausblicke und idyllisch gelegene Ziele
Blick in eine typische Wiese mit Tiroler Heuhütten. Foto: bor
18.01.2014 - 11:46 Uhr
Von Thomas Riedinger und Heiko Borscheid

Mit der Stadtbahn ist das Murgtal für Naturliebhaber leicht zu erreichen- und somit auch die vielen Sehenswürdigkeiten am Rand der Strecke und den vielen Wanderwegen.

Als "Tor zum Murgtal" gilt Kuppenheim mit dem naheliegenden Schloss Favorite. Nur wenige Gehminuten sind es von der Haltestelle "Schloss" in Bad Rotenfels bis zum Unimog-Museum, dem Schloss mit seiner Landesakademie und dem Kurpark mit dem Thermalbad "Rotherma". Dort beginnen auch zahlreiche Wander- und Rundwege - unter anderem der "Chaisenweg" nach Baden-Baden und die "Murgleiter". Dieser Premiumweg erfüllt die Kriterien des Deutschen Wandersiegels. Dazu wurde er von Spezialisten des Deutschen Wanderinstituts nach 34 Erlebniskriterien unter die Lupe genommen. Bei der Zertifizierung der "Murgleiter" wurden vor allem die natürlichen und kulturellen Attraktionen, die herrlichen Ausblicke sowie die optimale Markierung und wegweisende Beschilderung als besonders positiv bewertet.

Auf abwechslungsreichen Pfaden geht es hinauf zu felsigen Gipfeln, klaren Bergseen und stillen Mooren, dazwischen erwarten Brunnen, Bergbäche und idyllische Rastplätze den Wanderer, bevor es über kräftig grüne Wiesen und Schluchten wieder bergab geht.

In einem Seitental liegt Michelbach mit seinen Fachwerkhäusern und vielen Wanderwegen - zum Beispiel zum Wallfahrtsort Moosbronn mit einem Isländer-Reiterhof und einem Aussichtsturm am Mahlberg.

"Perle des Murgtals" nennt man die Papiermacherstadt Gernsbach. Bekannt ist das Städtchen für sein Altstadtfest, in diesem Jahr vom 13. bis 15. September. Rundwege führen vorbei an Sehenswürdigkeiten wie Schloss Eberstein oder zum Naturschutzgebiet am Lautenfelsen. Das Hochmoorgebiet am Kaltenbronn ist allemal einen Besuch wert, das Infozentrum bietet eine interaktive Ausstellung für alle Sinne. Dort erfährt man Wissenswertes über die faszinierende Hochmoor-Naturlandschaft rund um den Wildsee und Hohlohturm.

Eine Kutschfahrt gehört zu den Attraktionen Loffenaus, die Aussicht von der 908 Meter hohen Teufelsmühle ist beeindruckend. Ein kleine Schlucht bieten die Laufbach-Wasserfälle unterhalb des Sägemühlenteichs.

Die für das Murgtal typischen Tiroler Heuhütten zieren die Wanderwege rund um Gernsbach, Weisenbach, Gausbach und Forbach. Schöne Panoramen belohnen für die Wanderung zu den Steinlandschaften am Orgelfelsen bei Reichental, zu den Füllenfelsen in Weisenbach, Latschigfelsen bei Forbach oder zu den Giersteinen am Bermersbacher Höhenrücken.

Bekannt ist Forbach für seine Holzbrücke über die Murg und den Murggarten mit seinem "Hörnerich" aus der Sagenwelt sowie den vielen Spielmöglichkeiten. Besonders beliebt - auch bei Wassersportlern - ist aber die Murg je näher man sich der Quelle nähert: Das Angebot reicht von Flussbett-Wanderungen bis hin zu Rafting bei Forbach. Bei einem "Adventuretag" kann man sich aber auch an einer Felsformation versuchen und wandert abseits der beschilderten Wege und Pfade auf abenteuerlichen Routen durch die Natur.

Historische Museen gibt es unter anderem in Michelbach, Bermersbach und Reichental. Sie erzählen von den Menschen und ihrer harten Arbeit in den zurückliegenden Jahrhunderten in den Wäldern des Nordschwarzwalds.

Und natürlich haben die Gastgeber in zahlreichen urigen Hütten, Gasthöfen, Restaurants und Hotels im Murgtal viel zu bieten: Gute Tropfen und Spezialitäten aus dem Murgtal, wo man die Natur und das Leben zu genießen weiß.

Infos: www.murgtal.org

"Chaisenweg"

Dieser führt über das Schloss in Bad Rotenfels auf einer historischen Strecke nach Baden-Baden. Der Weg verband schon im 19. Jahrhundert beide Kurorte - damals fuhr man mit "Chaisen". Der Wanderweg ist neun Kilometer lang und gut markiert. Er endet an der Bernharduskirche.

"Die Murgleiter"

Der 110 Kilometer lange Premiumweg führt durch das komplette Murgtal - auf einzelnen Etappen immer auf und ab. Dieser Charakter gab dem Fernwanderweg auch den Namen. Die erste Etappe führt vom Unimog-Museum in Bad Rotenfels über die Ruine Eberstein, den Merkur bis nach Gernsbach. Auf der zweiten Etappe geht es von Gernsbach nach Gausbach, auf der dritten von Forbach nach Schönmünzach. Die vierte Etappe endet in Baiersbronn, die letzte am Schliffkopf.

"Sagenwege" in Gernsbach und Gausbach

Von der Klingelkapelle in Gernsbach geht es rund um Gernsbach mit Anstiegen auf bequemen Pfaden. Der "Genießerpfad" ist rund fünf Kilometer lang. Auch der "Ortenauer Weinpfad" beginnt in der Altdtadt von Gernsbach.

Ein Sagenweg rund um Gausbach wurde von Künstlern aus der Region gestaltet (vier Kilometer). Zehn Rundwege gibt es allein in Gausbach - unter anderem einen großen Heuhüttenweg durch das Kauersbach- und Grundbachtal.

"Gernsbacher Runde"

Auf Höhenwegen geht es rund um die "Perle des Murgtals" - auf teils steilen An- und Abstiegen. Die drei Etappen bringen es auf eine Gesamtlänge von 43 Kilometern.

Panoramawege in Forbach

In mehreren Abschnitten kann man die Wanderwelt in Forbach erobern. Eine Panoramarunde führt beispielsweise über den Bermersbacher Höhenrücken mit herrlichen Aussichten ins Murgtal. (tr)

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