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Schweizer Kombi-Messer
Schweizer Kombi-Messer
23.11.2012 - 10:20 Uhr
Von Hartmut Metz

Das "Schweizer Messer unter den Kombis" hat ein Mitarbeiter des Badischen Tagblatts den Peugeot 508 RXH getauft. Es ist etwas Wahres dran: Der Kombi vereint zahlreiche Vorzüge. Optisch steht der im Offroad-Look beplankte Franzose selbst den deutschen Oberklasse-Fahrzeugen nicht nach. Ins Gelände kann man mit dem Allrader, der über 18,4 Millimeter Bodenfreiheit verfügt, auch - und auf der Überholspur wirkt die Familienkutsche mit bis zu 213 km/h keineswegs schlapp. Vor allen Dingen aber: Der erste Diesel mit Hybridantrieb gibt sich an der Zapfsäule so bescheiden wie ein Kleinwagen! Den Verbrauch gibt Peugeot mit durchschnittlich 4,1 Litern (107 Gramm CO 2 je Kilometer) an. Im BT-Praxistest betrug dieser akzeptable 5,1 Liter.

Ein "Schweizer Messer" ist nicht nur wegen des hohen "Fränkli"-Kurses teuer. Ähnlich sieht es beim 508 RXH aus. Ambitionierte 41900 Euro rufen die Gallier für den Kombi auf - dafür bietet dieser jedoch außer den zwei "Herzen" mit 163-PS-Selbstzünder und 37-PS-Elektromotor enorm viel Serienausstattung! Selbst das Panorama-Glasdach, das sich über das komplette Insassenabteil zieht, gehört dazu. Das hübsch anzusehende LED-Tagfahrlicht, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Klimaautomatik und Sitzheizung vorn, Einparkhilfe samt Parklückenassistent, Navi, Head-up-Display, Multifunktionslenkrad und ein Tempomat sind immer inklusive. Die Optionsliste umfasst somit nur ein paar preiswerte zusätzliche Positionen!

Bei dem edlen Franzosen fällt lediglich der Start gelegentlich etwas kompliziert aus: Manchmal löst sich die Feststellbremse gleich auf Knopfdruck - aber manchmal ist der Wagen danach erneut anzuwerfen. Die Schuld trägt der lautlose Hybridmotor, weshalb die Reihenfolge vor dem Anfahren strikt eingehalten werden muss, damit man nicht versehentlich losrast. Endlich bereit für den Einsatz, ist die Verstellung der Sechs-Gang-Automatik nett: Den Rückwärtsgang hebt man beim RXH etwas an.

Fortan gleitet das 4,82 Meter lange Gefährt zwei, drei Kilometer rein elektrisch über die Räder am Heck. Der Verbrennungsmotor treibt hingegen die Pneus an der Front an. Gemeinsam im Einsatz leisten die zwei Aggregate bis zu 450 Newtonmeter und sorgen für einen Sprintwert von 8,8 Sekunden auf Tempo 100. Spürbar mehr packt der 508 zu, wenn der Modus auf Allrad steht. Noch merklicher Gas gibt der Peugeot, wenn der Drehknopf auf "Sport" umgelegt wird. "Hybrid 4" heißt das System, das zwei weitere Modi bietet: Auto und Zero Emission, bei dem der Kombi so lange als möglich mit dem Elektromotor zu gleiten versucht. Am Berg oder bei schneller Fahrt endet dies jedoch rasch.

Insgesamt klappt die Zusammenarbeit von Selbstzünder vorne und Nickel-Metall-Hydrid-Akku unter dem Kofferraum gut, obwohl keine mechanische Verbindung zwischen beiden Aggregaten besteht! Das 200 PS starke System gibt es mittlerweile ebenso für die Limousine 508 Hybrid4 (ab 38850 Euro). Während sich auf allen Sitzen genügend Platz findet, kostet der Akku etwas Stauraum. 400 Liter liegen deutlich unter üblichen Werten für Kombis. Die Ladekapazität lässt sich jedoch mit umgeklappten Sitzen mühelos auf 1360 Liter steigern.

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