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Muskulös und gut proportioniert
Muskulös und gut proportioniert
23.11.2012 - 12:32 Uhr
Von Markus Mack

Vom Billig-Modell-Image sind Koreas Autohersteller mittlerweile deutlich entfernt - aktuelles Beispiel: der neue Kia Rio. Muskulös und gut proportioniert gestylt, wird er zum Hingucker nicht nur auf dem Supermarkt-Parkplatz. Obwohl er sich im Stadtverkehr besonders wohlfühlt, hat er durchaus auch Überland-Qualitäten. Mit 4,05 Metern Länge überschreitet er die Kleinwagen-Klasse und kratzt am Kompaktformat. Gut verarbeitet präsentiert sich der Koreaner als Mitkonkurrent in der "Polo-Klasse". Auch auf den zweiten Blick überzeugt der Rio mit hochwertiger Verarbeitung, das sportliche Interieur gefällt mit Chrom-Applikationen.

Der Rio erhebt fast Premium-Anspruch, zumindest die gefahrene Testwagen-Version mit Drucktasten-Klimaautomatik und dem Multifunktions-Lenkrad. Gestartet wird, sofern der Wagen mit dem Technik-Paket (710 Euro Aufpreis) aufgewertet ist, per Knopf, der Schlüssel kann in der Jackentasche bleiben. Dann sind auch Geschwindigkeits-Regelanlage und beheizte Sitze vorne mit an Bord. Die Rückbank ist geteilt umlegbar und schafft so Platz für Transportgut. Gegen die schlechte Sicht nach hinten, die der schicken Linie geschuldet ist, hilft die Rückfahrkamera. In Verbindung mit dem Sieben-Zoll-Touchscreen-Navi schlägt sie mit einem Aufpreis von 990 Euro zu Buche.

Selbst LED-Tagfahrlicht und beheizbares Lederlenkrad sind zu haben, Letzteres an kalten Wintertagen durchaus eine Wohltat. Attraktiv ist auch die Gewährleistung der Koreaner; Kia gibt sieben Jahre oder 150000 Kilometer Garantie.

Das Fahrwerk basiert noch auf dem Vorgängermodell, wurde allerdings in vielen Komponenten verstärkt. Komfortable Federung und das niedrige Geräuschniveau erfreuen die Insassen. Und auch das Raumangebot sorgt dafür, dass man sich im Rio wohlfühlt. Vier Erwachsene finden gut Platz.

Kultivierte Manieren legt der 1,4-Liter-Diesel mit 90 PS an den Tag. Der angegebene Durchschnittsverbrauch von 4,3 Litern pro 100 Kilometer (114 Gramm CO 2 je Kilometer) ist allerdings im Praxistest nicht zu erreichen. 6,1 Liter Kraftstoff genehmigte sich der Rio. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei knapp über 170 km/h. Das Sechsgang-Getriebe lässt sich problemlos schalten. Für die Sicherheit sorgen sechs Airbags, ABS, die elektronische Stabilitätskontrolle ESC und die Berganfahrhilfe. Beim Spritsparen helfen Schalt-Empfehlungen und das Start-Stopp-System.

Interessant ist ein Blick auf die Preisliste: Das Einstiegsmodell mit 1,2-Liter-Einstiegs-Benziner und lediglich drei Türen ist ab 9990 Euro zu haben. Dann allerdings "nur" in Weiß. Die Farbe steht dem Rio jedoch gut zu Gesicht. In der Spitzenausstattung knackt der Koreaner dann doch die 20000-Euro-Marke.

Zwei Benziner (1,2-Liter mit 85 PS und 1,4-Liter mit 109 PS) sowie zwei Diesel (1,1-Liter/75 PS; 1,4-Liter/90 PS) stehen zur Verfügung. Der kleine Selbstzünder kostet mindestens 13490 Euro.

Kia Motors Deutschland hat außerdem jetzt das Angebot auf eine vierte Ausstattungslinie ausgeweitet. Außer den Rio können Kunden auch den Picanto, den Venga und den Kombi Cee'd Sporty Wagon mit der "Business Line" ordern. Die kostengünstige Mehrausstattung ist dem jeweiligen Fahrzeug angepasst. Zur Serienausstattung, die bis zu 2635 Euro Preisvorteil je Modell verspricht, gehören stets Klimaanlage, Audiosystem, Navigation, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Zentralverriegelung.

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