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Billig-Ausstrahlung ausgetrieben
Billig-Ausstrahlung ausgetrieben
02.01.2013 - 17:52 Uhr
Baden-Baden (spx) - Erst belächelt, dann bewundert: Der Dacia Sandero ist preiswerter als jeder andere Neuwagen in Deutschland. Und in vielen Fällen noch nicht einmal schlechter. Nun kommt die neue Generation des Fünftürers auf den Markt. Mit 6990 Euro ist sie nur 200 Euro teurer geworden, dafür aber deutlich besser.


Nicht nur das Design hat die rumänische Renault-Tochter aufpoliert, sondern auch die Technik. Der Kleinwagen erhält eine gründlich aufgemöbelte Plattform und darf sich zudem nun beim gerade erst vorgestellten Renault Clio bedienen. Der Kleinwagen der Muttermarke spendiert seinen ebenfalls brandneuen Dreizylinder-Turbobenziner. Das 0,9 Liter große Triebwerk mit 90 PS und einem Normverbrauch von 5,2 Litern Kraftstoff geht laufruhig und schon im mittleren Drehzahlband angenehm druckvoll zu Werke. Kunden, die ihn wählen, müssen aber dann mindestens 10090 Euro anlegen.

Der verlockend niedrige Basispreis gilt für den aus dem Vorgänger bekannten 1,2-Liter-Saugbenziner (75 PS), der sechs Liter verbraucht. Die Autogasversion spart hierbei mehr. Komplettiert wird das Angebot von einem 1,5-Liter-Diesel mit 90 PS, der nur 3,8 Liter fordert. Wer das Basismodell wählt, muss auf Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung verzichten. Immerhin ist der vorher gar nicht erhältliche Schleuderschutz ESP nun immer an Bord. Die reichlich ausgestattete Designvariante Stepway, die mit höher gelegter Karosserie, Offroad-Beplankungen und Dachreling im SUV-Stil auftritt, kostet 9990 Euro.

Keine großen Ansprüche dürfen dabei aber an die schnörkellose Innenausstattung gestellt werden. Wer sich an grauem Hartplastik nicht stört, findet zumindest alle Bedienelemente sinnvoll angeordnet vor und kann sich am guten Raumangebot erfreuen. Das gilt mit den klassentypischen Einschränkungen sogar hinten, wo zwei Erwachsene nicht zu beengt sitzen. Der Kofferraum geht mit 320 Litern ebenfalls in Ordnung - viele Konkurrenten bieten weniger.

Vollkommen in Ordnung ist auch das Fahrverhalten. Der Fronttriebler ist komfortabel ausgelegt, gerät nur bei kurzen Stößen an seine Grenzen. Die serienmäßige Servolenkung agiert ausreichend verbindlich, die Bremsen wirken spürbar bissiger als beim in dieser Hinsicht schwächelnden Vorgänger. Unterm Strich hat der San dero deutlich zugelegt. Die Entwickler haben an den richtigen Stellen gefeilt und dem Rumänen seine Billig-Ausstrahlung ausgetrieben.

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