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Passivhaus und Dämmstoffe
23.11.2012 - 15:41 Uhr
Baden-Baden (red) - Ein offenes Ohr für Leser-Fragen zum Thema Energieeffizienz bei Neubau und Sanierung hatten im Rahmen der BT-Telefonaktion gestern fünf Experten. Während die Gebäudeenergie-Beraterinnen Sybille Feurer und Claudia Goertz Antworten zu energetischen Mindeststandards gaben, informierten Rüdiger Gebhard, Jürgen Leukel und Heinrich Zerhoch vom Verband der Privaten Bausparkassen über Finanzierungsmöglichkeiten.


Frage: Wir sind übers Bausparen zum Haus gekommen und gerade eingezogen. Jetzt rieten uns Bekannte, gleich wieder einen Bausparvertrag abzuschließen. Warum?

Antwort: Jetzt ist Ihr Haus neu, aber in spätestens zehn bis fünfzehn Jahren braucht die Fassade einen neuen Anstrich, die Fenster müssen erneuert werden und die alte Heizung schwächelt und muss ersetzt werden. Nach 20 bis 30 Jahren ist das Dach dran. Das können Sie wahrscheinlich nicht alles aus der Portokasse bezahlen. Wenn Sie dann angespart haben, beispielsweise über einen so genannten Vorsorgebausparvertrag, können Sie das alles leichter finanzieren.

Frage: Lohnt es sich, eine Solaranlage aufs Dach zu bringen? Wir wollen Warmwasser für einen Vier-Personen-Haushalt aufbereiten und die Heizung unterstützen.

Antwort: Für die Warmwasseraufbereitung lohnt es sich bei Ihrer Haushaltsgröße schon, aber bei der Heizungsunterstützung kommt es auf den Heizungstyp und auf den verwendeten Energieträger an. Wenn man Gas nutzt, entstehen auch ohne Heizung im Sommer Grundkosten, die zu bezahlen sind.

Frage: Wir wollen neu bauen. Was ergibt sich jetzt mit der neuen Energieeinsparung für uns?

Antwort: Wer neu baut und seinen Bauantrag nach dem 1. Oktober 2009 gestellt hat, dessen Haus muss um 30 Prozent energieeffizienter sein als nach der alten Verordnung. Das heißt, der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser muss um 30 Prozent niedriger sein.

Frage: Was kostet eigentlich im Einzelfall eine Gebäudeenergie-Beratung?

Antwort: Es gibt hierfür keinen einheitlichen Preis. Dieser orientiert sich vielmehr an der Größe - der Anzahl der Wohnungen - und den bautechnischen Gegebenheiten des jeweiligen Hauses. Diese Kosten werden vom Amt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es zur Zeit 300 Euro und für ein Mehrfamilienhaus sogar 360 Euro Zuschuss.

Frage: Welche Dämmvariante ist für das Dach unseres 70 Jahre alten Hauses angebracht?

Antwort: Beim Dachausbau älterer Häuser ist in den meisten Fällen eine Vollsparrendämmung sinnvoll. Dabei müssen in der Regel Sparren aufgedoppelt werden, weil bei alten Gebäuden die Sparren generell für die erforderliche Dämmstoffdicke zu flach sind. Zellulosedämmstoff ist aufgrund seiner Vorzüge für den sommerlichen Wärmeschutz als Dämmmaterial vorzuziehen.

Frage: Mit welcher Förderung können wir rechnen, wenn wir neue Brennwerttechnik einbauen und diese mit einer solarthermischen Anlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung kombinieren?

Antwort: Sie können für diese Maßnahmen mit Geldern aus dem KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" unterstützt werden. Den entsprechenden Antrag stellen Sie bei Ihrer Hausbank.

Frage: Wir wollen ökologisch bauen - am liebsten ein Passivhaus. Wo finden wir hierzu Informationen?

Antwort: Informationen finden Sie im Internet unter

www.passivhaus.de.

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