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Viele Fragen zum Wohnriester
23.11.2012 - 16:57 Uhr
Baden-Baden (red) - Auf reges Interesse stieß die BT-Telefonaktion, bei der es um das Thema Baufinanzierung ging. Die Expertinnen Andrea Leppert und Carmen Schwedes vom Verband der Privaten Bausparkassen beantworteten die Leserfragen. Hier eine Auswahl:

Mein Lebenspartner und ich möchten ein Haus finanzieren. Zinssicherheit ist uns am wichtigsten. Sollten wir die Zinsen bis zur vollständigen Tilgung festschreiben?

Ja, das macht Sinn. Lassen Sie sich, wenn möglich, auch das Recht auf Sondertilgungen einräumen. Bei Banken müssten Sie das extra vereinbaren; bei Bausparkassen können Sie in der Darlehensphase jederzeit Sonderzahlungen leisten.

Wir wohnen zur Miete, haben Kinder, zahlen 600 Euro Kaltmiete. Unsere Wohnung wurde uns zum Kauf angeboten. Lohnt sich das?

Bei einer Kaltmiete dieser Höhe hätten Sie in 30 Jahren 270000 Euro an Miete gezahlt. Sie können sich überlegen, wie viel Geld Sie im Monat als Zins und Tilgung zahlen können, wann die Immobilie abgezahlt sein soll. Auf dieser Grundlage lassen Sie sich verschiedene Finanzierungsangebote geben - mit und ohne Wohnriester.

Wenn ich für meinen Immobilienkauf den Wohnriester nutze - warum muss ich dann mein eigenes Geld im Alter versteuern?

Die Eigenheimrente oder auch Wohnriester funktioniert wie der klassische Riester-Vertrag: In der Ansparzeit bekommen Sie eine hohe staatliche Förderung - Zulagen und/oder Steuervorteile. Deshalb ist das Kapital im Alter, ob in Form einer Riester-Rente oder in Gestalt einer Wohnimmobilie, zu versteuern. Die Regularien der Versteuerung sind genau festgelegt.

Welche Förderung gibt es für den privaten Immobilienkauf außer der Eigenheimrente?

Es gibt unter bestimmten Bedingungen zinsgünstige Kredite von der KfW, die Sie bei Ihrer Bank oder Bausparkasse erfragen können auch dort beantragen müssten. Sie können sich auch beim Land Baden Württemberg nach Fördermitteln erkundigen.

Ich bin alleinstehend, möchte mir eine Eigentumswohnung in Baden-Baden kaufen. Bekomme ich eine Förderung? Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Die staatlich geförderte Eigenheimrente können Sie bekommen, wenn Sie förderfähig sind. Je mehr eigenes Geld Sie einsetzen, desto bessere Finanzierungskonditionen gewährt Ihnen das Kreditinstitut. Empfehlenswert sind 20 Prozent an eigenem Kapital - bezogen auf die Anschaffungskosten.

In einem Jahr läuft unser Hauskredit zehn Jahre. Aufgrund einer Erbschaft könnten wir die Restschuld ablösen. Müssen wir eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen?

Nein, nach zehn Jahren hat der Kreditnehmer ein Sonderkündigungsrecht nach Bürgerlichem Gesetzbuch. Sie können die Restschuld ablösen, ohne eine Vorfälligkeit an die Bank zahlen zu müssen. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.

Ich könnte eine Immobilie bar bezahlen, die ich vermieten will. Da die Zinsen so niedrig sind, will ich 50 Prozent finanzieren. Raten Sie mir dazu?

Bei einer vermieteten Immobilie könnten Sie die Kreditkosten steuerlich absetzen. Konsultieren Sie vor der Entscheidung Ihren Steuerberater.

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