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Schwachstelle Fenster
Schwachstelle Fenster
01.12.2012 - 07:00 Uhr
Baden-Baden (red) - Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Rund 277000 Einbrüche bedeutet dies 2012 bis heute - und davon wird nur jeder sechste (rund 46166) aufgeklärt! Im Interview gibt Experte Markus Busch von der Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!" Tipps, wie sich Wohnungsbesitzer am besten schützen können vor den Gaunern.

BT: Wer rein will, kommt auch rein, heißt es oft. Kann ich mich wirklich vor Einbrechern schützen?

Markus Busch: Polizeistatistiken belegen, dass fast 40 Prozent der Einbrüche scheitern, weil Sicherungsmaßnahmen vorhanden waren. Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten: Wenn er nach drei bis fünf Minuten nicht eindringen konnte, gibt er meistens auf. Deshalb ist das Nachrüsten mit mechanischen Sicherungen die beste Vorsorge.

BT: Was sind die typischen Schwachstellen von Häuser und Wohnungen, wo wird besonders häufig eingebrochen?

Busch: Die Schwachstellen bei Einfamilienhäu sern sind die Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Darüber dringen zwei Drittel der Einbrecher ein. Bei Mehrfamilienhäusern hält es sich die Waage: Die Hälfte der Langfinger bricht über die Wohnungstür ein, die andere Hälfte über die Fenster.

Gauner nutzen immer das schwächste Glied

BT: Wie lautet Ihr Tipp, um das Zuhause sicher gegen Einbrecher zu machen?

Busch: Einbrecher nutzen immer das schwächste Glied aus. Sichern Sie deshalb Türen und Fenster, sowohl an der Bandseite als auch an der Griff- und Schloss seite. Die Tür schützen Sie am besten mit Schließzylinder, Schutzbeschlag und Schließblech sowie Zusatzschlössern und Bandseitensicherungen. Sollten Sie keine einbruchhemmenden Fenster haben, rüsten Sie Ihre Fenster mit Zusatzschlössern nach.

BT: Eine qualitativ hochwertige Absicherung von Türen und Fenstern ist sicherlich nicht ganz preisgünstig ...

Busch: Sicherheit ist kein Schnäppchenmarkt. Nur hochwertige Technik, geprüft und zertifiziert von der VdS Schadenverhütung GmbH, und fachmännisch installiert schützt wirkungsvoll. Lassen Sie sich vom Fachhandel kostenlos beraten und holen Sie Vergleichsangebote ein.

BT: Sicherheitstechnik ist vom Design nicht gerade ansprechend. Gibt es neue, schicke Lösungen?

Busch: Verriegelungen müssen massiv sein, sonst halten sie den Gewaltkräften eines Einbruchs nicht stand. Die meisten Hersteller achten aber auf zeitloses wie klassisches Design. Die Farben können Sie passend zu Ihren Türen und Fenstern wählen.

BT: Ein Sicherheitsexperte schützt bestimmt sein eigenes Heim. Welchen Einbruchschutz haben Sie persönlich?

Busch: Meine Wohnungstür schützen neben Schließzylinder und Schutzbeschlag ein Kastenriegelschloss, eine Türgriffkette und darüber hinaus habe ich Scharnierseitensicherungen. Allerdings sollte man zuvor mit dem Vermieter den Einbau von Sicherungstechnik absprechen.

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