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Energieeffizienz lautet das Zauberwort
Energieeffizienz lautet das Zauberwort
05.12.2012 - 18:23 Uhr
Baden-Baden (fuv) - Wohlige Wärme ist für viele Menschen gleichbedeutend mit Kaminfeuer, Kachelofen oder einem sogenannten Schwedenofen. Die modernen Varianten dieser Art der Heizung hat nicht mehr allzu viel mit den "Bollerofen" früherer Zeiten zu tun. "Die Kachel- beziehungsweise Holz- und Kohleöfen von früher sind passé", stellt Holger Haas, Geschäftsführer der Rastatter Firma "Haas Design Kamine-Öfen-Accessiores" klar.

Während bei den alten Öfen ein Großteil der Wärme durch den Schornstein verloren gegangen sei, verhalte es sich mit der heutigen Ofentechnologie gerade umgekehrt.

Energieeffizienz lautet das Zauberwort. Die im Ofen erzeugte Wärme möchte man nutzen, und ist also auf Speichermasse angewiesen. Dies gilt grundsätzlich für alle Ofentypen. Zunächst gibt es den frei stehenden Kaminofen, landläufig "Schwedenofen" genannt. Der herkömmliche Ofen hat keine Speichermasse, was bedeutet, dass er keine Wärme abgibt, wenn er nicht beheizt wird. Hierbei spricht man von Dauerbrand. Angesagt seien sogenannte Zeitbrandöfen, die eben die Fähigkeit haben, die Wärmeenergie zu speichern, erklärt der Experte: "Das Holz im Ofen brennt herunter, der Ofen gibt weiter Wärme ab. Die Speichermasse kann beispielsweise aus Schamott-Steinen bestehen."

Eine weitere Holzheizmöglichkeit ist der Heizkamin. "Das sind ganz einfach gesagt die mit den großen Scheiben", beschreibt Haas diese Variante schmunzelnd. Wer gerne viel Feuer sieht, ist mit einem Heizkamin am besten bedient. Die Öfen werden schnell warm und geben Dank der großen Scheiben viel Wärme ab.

Durch den Einsatz von Speichersteinen halten sie die Wärme. Offene Kamine sind übrigens nicht mehr gefragt; sie machen Dreck und sollten immer im Auge behalten werden.

Der Kachelofen, der sich durch eine kleine Feuerstelle mit hohem Wirkungsgrad auszeichnet, ist eine weitere Alternative. Die Wärme wird durch gemauerte Züge hinter den Kacheln im Ofen geleitet, diese erzeugen eine gleichmäßige, angenehme Strahlungswärme. "Diese Öfen geben sehr lange Wärme ab und können zusätzlich Ofenbänke haben", erläutert Haas.

Alle Ofenarten können heute mit einer Abbrandregelung gesteuert werden. Somit muss das Holz nur noch in den Ofen gelegt und angezündet werden, den Rest macht der Ofen beziehungsweise die Steuerung von selbst. Mit Hilfe eines Sensors wird die Abgastemperatur kontrolliert, und die Daten werden an einen Prozessor in der Regeleinheit weitergegeben. Ein Stellmotor regelt die Verbrennungsluftmenge optimal. Am Ende des Abbrandes schließt die Regeleinheit die Luftzufuhr und verhindert somit ein Auskühlen des Raums. Dies spare natürlich auch Holz, betont der Geschäftsführer. Die moderne Ofentechnologie ermögliche außerdem das Integrieren eines Ofens in den Heizkreislauf sowie die Warmwasserbereitung.

Wohlige Wärme wird heutzutage also durch komplexe Technik erzeugt. Diese erfordere unbedingt den Rat eines Fachmanns, rät Haas: "Einfach losgehen und einen Ofen kaufen, ist falsch."

Die Beratung sei das A und O, damit der Ofenbesitzer auch Freude an seinem Ofen habe. "Es gibt alleine für die Brennzellen Hunderte von Möglichkeiten, vom Design ganz abgesehen", weiß der Experte. Der Fachbetrieb, der auch bezüglich Immissionsrichtlinien stets auf dem neuesten Stand ist, wird sich auch vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen und die beste Ofenvariante vorschlagen. Die verschiedenen Ofentypen werden auch mit der Möglichkeit der Pelletfeuerung angeboten. (fuv)

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