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Auf die Unterschiede der Angebote achten
Schlüsselfertig gebaute Häuser sind längst nicht mehr 'von der Stange'. Foto: Weber Haus
18.12.2014 - 16:51 Uhr
Die eigenen vier Wände, sprich ein eigenes Heim, sind noch immer der Traum vieler Menschen. Doch der Umzug in das neue Zuhause kostet auch eine Menge Nerven. Immerhin lässt sich ein Haus nicht vom ein auf den anderen Tag bauen. Die Zeit der Baustelle lässt sich aber deutlich verkürzen. Das Zauberwort heißt "Schlüsselfertiges Bauen". Doch was versteht man darunter?

Leistungsbeschreibung entscheidend

Mit "Schlüsselfertigem Bauen" bezeichnet man Baumaßnahmen, die von Anfang bis Ende, sprich von Baubeginn bis zur Fertigstellung eines Hauses, von einem Auftragnehmer ausgeführt werden. Ist der Hausbau komplett abgeschlossen, wird dem Auftraggeber, also dem Bauherrn, sein Haus "schlüsselfertig" übergeben.

Allerdings ist die Bezeichnung "Schlüsselfertig Bauen" nicht hundertprozentig rechtlich definiert. Die Unterschiede im Fertigstellungsgrad können groß sein. Entscheidend dafür ist die jeweilige Bau- und Leistungsbeschreibung.

Bei einigen Angeboten sind neben den Malerarbeiten auch Parkett- und Dielenböden oder Bodenfliesen und andere Bodenbeläge, Einbauküche, Kamin und Nebenanlagen wie Garagen, Carports und Gartenanlagen sowie diverse zusätzliche Elektroanlagen im Preis enthalten.

Ein Preis- und Leistungsvergleich verschiedener Anbieter ist ebenso angebracht wie der Vergleich der verwendeten Materialien. Ein günstigeres Angebot kann beispielsweise dadurch zustande kommen, dass eine qualitativ minderwertige Dämmung verwendet oder eine billigere Sanitärkeramik veranschlagt wird. Der Endpreis eines Angebots für ein Haus alleine sollte demnach nicht das entscheidende Kriterium sein.

Neben "Schlüsselfertigem Bauen" gibt es auch noch den Begriff "bezugsfertig". Dies bezeichnet das Abschließen grundlegender Arbeiten, so dass das Haus von seinen Eigentümern bezogen werden kann. Außenanlagen oder Außerputz können noch fehlen.

Bauverträge, die die Leistung bis zum "Schlüsselfertigen Bauen" anbieten, werden auch Schlüsselfertig-Verträge genannt. Pauschalpreise sind ein Bestandteil dieser Verträge.

Der Auftragnehmer muss sämtliche Arbeiten und Pflichten innerhalb eines zeitlichen Rahmens durchführen und sich an die vorher abgemachten Fristen terminlich halten. Ist der Bauherr Hobbyhandwerker oder verfügt zumindest über grundlegende Fähigkeiten als Heimwerker, kann er auch Eigenleistung an seinem Haus erbringen.

Bei einem schlüsselfertig gebauten Haus sind sämtliche Baukosten vertraglich vereinbart. Preise ändern sich höchstens, wenn die Hausbesitzer im Verlauf des Hausbaus Zusatzleistungen oder Änderungswünsche äußern. Dann müsste der vorher vertraglich festgelegte Endpreis neu verhandelt werden. Neben den bekannten Preisen gibt es aber noch einen weiteren Vorteil des Schlüsselfertigen Bauens: Sobald der Vertrag abgeschlossen ist, kennt der Bauherr auch den Fertigstellungstermin seines Hauses. Somit bleiben ihm Ungewissheit und lange Wartereien erspart. Heute lassen sich auch Massivhäuser schlüsselfertig bauen. Niedrigenergiehaus, Holzhaus oder Steinhaus - die Auswahl ist groß.(pr)

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