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Goldene Regeln für längere Jugend
Goldene Regeln für längere Jugend
26.11.2012 - 10:55 Uhr
Baden-Baden (red) - Mama, wo ist eigentlich Oma?" Die vierjährige Lena Wolfram aus Bremen liebt das Planschen mit ihrer Mutter Anne im bayerischen Eibsee, aber sie liebt auch ihre Oma, die sie gerade im gemeinsamen Urlaub nicht missen möchte. Die 60-Jährige allerdings pflegt gerade das, was besonders viel Pflege benötigt, ihre Haut - mit einer Mütze "Schönheitsschlaf" zur Mittagszeit. "Oma Wolfram" unternimmt wie Lenas 25-jährige Mutter Anne, eine Menge, um ihre Hautalterung im Griff zu behalten.


Lenas Großmutter hat mit ihren 60 Jahren kaum Falten, ihre Haut wirkt jung und vital - nicht ganz so jung und vital wie die Haut ihrer Tochter Anne, aber den Vergleich zu vielen Gleichaltrigen braucht "Oma Wolfram" nicht zu scheuen. Dennoch: Auch wenn sich ihre Haut immer wieder erneuert, sie altert mit. Dünnere Haut, Altersflecken und Falten legen Zeugnis ab, dass auch die Haut nicht ewig jung bleibt. Wenn auch der Prozess der Natur nicht aufzuhalten ist, so ist er doch ein wenig zu bremsen. Mit ein paar wertvollen Regeln und natürlich mit Hilfe der Forschung.

In einem der größten und modernsten deutschen Hautforschungszentren in Hamburg arbeiten 450 Wissenschaftler daran, die Geheimnisse der Haut zu enträtseln. Hier wird die Biologie der Haut erforscht, hier werden neue Cremes entwickelt, Wirkstoffe gefunden und Inhaltsstoffe auf ihre Hautverträglichkeit geprüft. Im Testcenter von Beiersdorf nehmen jährlich über 20000 Menschen jedes Jahr an Studien für Hautcremes teil. Dabei werden beispielsweise Hautveränderungen wie zum Beispiel die Faltentiefe gemessen und so die Wirksamkeit der neuen Produkte nachgewiesen.

Einer der Wissenschaftler im Hamburger Hautforschungszentrum ist Dr. Thomas Blatt. Er leitet den Forschungsbereich Altershaut und hat bereits seine Doktorarbeit über das Thema Hautalterung geschrieben. "Wir werden es nicht schaffen, den Alternsprozess zu stoppen. Aber wir finden immer wieder kleine Schritte, den Prozess hinaus zu zögern und damit auch einen gewissen Beitrag zur Gesunderhaltung der Haut zu liefern", stellt er klar und gibt außerdem fünf Tipps für vitale Haut!

1. Schlafen für die Haut.

Der "Schönheits-Schlaf" wirkt tatsächlich! Schlaf fördert Stoffwechselfunktionen, die die Haut anregen. Zu wenig Schlaf kann dagegen kleine, lokale Entzündungsreaktionen im Körper auslösen, die zum Altern beitragen.

2. Ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

Eine ausgewogene Ernährung ist ebenfalls. Nicht nur Muskeln brauchen Energie, sondern auch die Haut, damit sie so lebendig bleibt und sich regenerieren kann wie bei "Oma Wolfram". Und Bewegung wie die abendlichen Fahrrad-Ausflüge mit Lena und Anne unterstützt diesen Energieumsatz.

3. Vermeidung von "Freien Radikalen".

Freie Radikale sind chemische Verbindungen, die unsere Zellen schädigen, auch die Hautzellen. Aber ganz aus dem Weg gehen können wir ihnen nicht. "Freie Radikale", so Dr. Blatt, "entstehen immer dann, wenn wir atmen. Quasi als Stoffwechselnebenprodukt, als Abfallprodukt des Stoffwechsels, das lässt sich leider nicht vermeiden." Ganz wichtig - und für Familie Wolfram kein Thema, da Anne und ihre Mutter Nichtraucherinnen sind: Freie Radikale entstehen auch bei Rauchen von Tabak. Wer nicht raucht, tut seiner Haut was Gutes.

4. UV-Schutz.

Wenn "Oma" ihren Mittagsschlaf hält, vermeidet sie gleichzeitig die größte Bedrohung der Haut: Die Sonne. Die macht zwar glücklich, aber es ist außerordentlich wichtig, sich gegen UV-Licht zu schützen, insbesondere gegen UVA-Strahlung, da ungefähr 80 Prozent des Hautalterns durch UVA-Strahlung verursacht wird. "Das UVA-Licht", erläutert Dr. Blatt, "ist für den Prozess des Alterns verantwortlich, UVB-Strahlung eher für die Bräunung."

5. Q 10 - Energietank für die Haut.

Einen wesentlichen Beitrag, die Haut jung und vital zu halten, können Cremes liefern, genauer: Hautcremes, die die natürlichen Funktionen der Haut unterstützen, wie beispielsweise mit Q10, helfen dabei, den Energie-Stoffwechsel der Hautzellen zu unterstützen. "Und diese Energie", so Dr. Blatt, "wird in den Zellen quasi produziert und eben für diesen Regenerationsprozess der Haut genutzt. Leider nimmt mit dem Alter und in Stresssituationen wie UV-Bestrahlung dieser Q10-Gehalt in den Zellen ab." (red)

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