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Vollwertige Ernährung ist möglich
Vollwertige Ernährung ist möglich
27.11.2012 - 15:16 Uhr
Baden-Baden (pr) - Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark oder Joghurt gelten als gesund. Manchen Menschen bekommt aber der darin enthaltene Milchzucker, die Laktose, nur in kleinen Mengen oder gar nicht. Sie haben eine sogenannte Laktose-Intoleranz.

Tipps von der Ernährungsberaterin der AOK

Doch das muss die Betroffenen in ihrer Alltagsernährung nicht zwangsläufig einschränken. Denn: "Menschen mit Laktose-Intoleranz können sich vollwertig ernähren", sagt Kristina Imlauer, Ernährungsberaterin bei der AOK Mittlerer Oberrhein.

Etwa 15 Prozent der Bundesbürger leiden unter einer Laktose-Intoleranz. Bei ihnen fehlt entweder das Verdauungs-Enzym Laktase oder es ist nicht aktiv genug. Das Enzym spaltet den Milchzucker in seine Bestandteile, die dann vom Dünndarm aufgenommen und im Körper weiter verarbeitet werden. Wird der Milchzucker nicht gespalten, gelangen größere Mengen davon in untere Darmabschnitte und werden zum Nährstoff für Bakterien. Bei der Zersetzung des Milchzuckers entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren. "Sie verursachen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder sogar Krämpfe", so Kristina Imlauer.

In einem Ernährungstagebuch können Betroffene festhalten, welche Beschwerden nach dem Genuss welcher Speisen und Getränke aufgetreten sind. So finden sie heraus, wie viel Laktose ihnen bekommt. Die meisten Menschen mit Laktose-Intoleranz vertragen jedoch über den Tag verteilt bis zu zwölf Gramm Laktose. "Sie können normalerweise problemlos Hartkäse, Schnittkäse sowie Weichkäse essen", sagt die AOK-Ernährungsexpertin.

Auch Sauermilchprodukte wie Joghurt, Dickmilch oder Kefir können Menschen mit Laktose-Intoleranz meist ohne Beschwerden genießen, obwohl diese relativ viel Milchzucker enthalten. Das liegt daran, dass in diesen Produkten Milchsäurebakterien stecken, die im Darm den Milchzucker weiter abbauen.

Vorsicht bei Fertiggerichten

Vorsicht ist bei Fertiggerichten wie Pizza und Konserven, Süßwaren wie Nuss-Nougat-Creme und Pralinen, Fertigsoßen und Instant-Erzeugnissen wie Kartoffelpüreepulver geboten. Lediglich Menschen mit einem ausgeprägten Laktosemangel müssen Milch und Milchprodukte völlig meiden. Sie können allerdings aus einem großen Angebot an Produkten wählen, die als "laktosefrei" oder "MinusL" gekennzeichnet sind.

"Auf diese Weise nehmen sie genügend Kalzium zu sich", sagt Kristina Imlauer. Das wichtige Spurenelement steckt zudem in Mineralwasser sowie in Brokkoli, Lauch, Grünkohl und Sojabohnen.

Weitere Infos bei der AOK-Ernährungsberaterin Kristina Imlauer unter (07222)769 235.

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