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Weniger ist oft mehr
Weniger ist oft mehr
26.11.2012 - 14:47 Uhr
Baden-Baden (pr) - Eine Milliarde Euro geben die Deutschen jährlich für Hausputzmittel aus. Oft werden mehr Putzmittel verwendet als nötig.


Der BUND rät zu einer sparsamen Dosierung. Mit viel Putzmittel schäumt und duftet es zwar mehr, aber sauberer wird es nicht. Im Gegenteil, die Wirkung kann sogar nachlassen, wenn das Spül- oder Putzwasser zu stark schäumt, da sich das Putzmittel dann an der Oberfläche sammelt und die Fettlösekraft vermindert wird. Das Reinigungsmittel sollte immer erst am Ende zugegeben und die Dosierungsanleitung der Hersteller beachtet werden. Oft reichen schon zwei bis bis Tropfen für mehrere Liter Wasser.

Die in Reinigungsmitteln enthaltenen Chemikalien können die Umwelt und auch die menschliche Gesundheit belasten. Desinfektionsmittel enthalten oft ganze Cocktails an Substanzen, die Allergien und Hautreizungen auslösen können. Besonders problematisch seien Biozide.

Je spezieller ein Reinigungsmittel, desto schädlicher ist es, so der BUND. Ein Allzweckreiniger, möglichst unparfümiert und ohne Konservierungsstoffe und ein Essig- oder Zitronenreiniger würden meist ausreichen und könnten auch WC-Reiniger ersetzen. Zum Scheuern empfiehlt sich Haushaltssoda. Mit mechanischen Mitteln wie Drahtschwamm, Bürste und Saugglocke lässt sich viel Chemie einsparen.

Die Verwendung von Mikrofasertüchern oder anderen Putztüchern mit pelziger Oberfläche reduziert den Putzmittelverbrauch weiter.

Antibakterielle Mittel seien im Haushalt überflüssig, da fast alle Haushaltsbakterien harmlos sind. Ihr Einwirken auf den menschlichen Organismus stärkt sogar seine Abwehrkräfte. In antibakteriellen Produkten sei oft das umweltschädliche Biogift Triclosan enthalten. Diese Chemikalie könne Allergien auslösen und zur Zerstörung der Hautflora führen.

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