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Leibspeise von Amsel, Meise und Co.
Leibspeise von Amsel, Meise und Co.
26.11.2012 - 15:30 Uhr
Baden-Baden (pr) - Rund 15 bis 20 Millionen Euro geben Vogelfreunde in Deutschland jedes Jahr aus, um Vögel im Winter zu füttern. Doch welches Vogelfutter im Vogelhaus ist gut für Amsel, Meise, Rotkehlchen und Co.? Folgende Tipps zeigen, worauf es beim Vogelfutter für heimische Wildvögel ankommt.


Weichfutter-Fresser oder Körnerfresser?

Unter den Wildvögeln gibt es Weichfutter-Fresser und Körnerfresser. So fressen zum Beispiel Amseln, Drosseln und Rotkehlchen am liebsten weiches Vogelfutter wie: Äpfel, Rosinen, Kleie und Getreideflocken wie zum Beispiel Haferflocken. Früchte sollte man den Vögeln möglichst nur im Ganzen anbieten. Kleine Stücke frieren im Winter schneller ein und verderben zudem leichter.

Weichfutter-Fresser suchen ihr Futter vor allem in Bodennähe. Für sie gibt es spezielle Futterautomaten. Meisen, Spechte und Kleiber gehören zu den Weichfutter-Fressern. Diese Vögel gelten allerdings als "Allesfresser", denn sie fressen im Winter auch Körner wie Sonnenblumen-Kerne, Mohn oder Hanfsamen.

Finken, Sperlinge und Ammern zählen dagegen zu den sogenannten Körnerfressern. Ihre Schnäbel sind kräftiger als die der Weichfutter-Fresser. Sie fressen Sämereien. Je nachdem, mit welchem Futter das Häuschen für Vögel im Winter gefüllt ist, können damit also unterschiedliche Vogelarten angelockt werden.

Wie ist gutes Vogelfutter zu erkennen:

Vogelfutter darf kein Salz enthalten. Übrig gebliebene Lebensmittel wie Schinken, Käse oder Wurst sind deshalb für Vögel tabu. Auch Brot eignet sich nicht als Vogelfutter, denn es enthält Salz und quillt zudem im Magen der Vögel auf. Reines Fett, zum Beispiel in Form von Butter oder Margarine, bekommt Vögeln ebenfalls nicht.

Gutes Vogelfutter für Vögel im Winter kann man Hause selber machen. Es gibt aber auch kommerzielles, speziell für Wildvögel. Wenn man das Vogelfutter kauft, sollte man ein paar Dinge beachten:

Das Vogelfutter sollte möglichst frei von Ambrosia-Samen sein. Diese Beifuß-Art hat sich neu in Deutschland angesiedelt und kann bei Allergikern zu schweren Reaktionen führen. Durch Ambrosiafreies Vogelfutter kann man dazu beitragen, dass sich die Pflanze nicht noch weiter verbreitet. Vor allem Vogelfutter, das aus Nordamerika oder Ungarn stammt, kann Ambrosia enthalten. Außerdem sollte es möglichst wenig "Füllmaterial" wie Getreidespelzen und Getreidehülsen enthalten. Vögel fressen nur die Samen, die Füllstoffe bleiben liegen. Hat man einmal ein Vogelfutter erwischt, von dem die Vögel im Winter viel übrig lassen, spricht dies für einen hohen Anteil an Füllmaterial.

Ab wann sollten Vögel gefüttert werden?

Solange sie noch Futter finden können, müssen sie nicht gefüttert werden - auch nicht im Winter. Erst bei Frost oder Schnee wir es für die heimischen Wildvögel schwierig und sie freuen sich über ein gefülltes Futterhaus. Aber auch ein "vogelfreundlicher" Garten hilft den Tieren über den Winter. Vögel knabbern im Winter gerne an heimischen Sträuchern wie Vogelbeere, Holunder oder Kornelkirsche.

Auch die Fruchtstände von Gräsern, Disteln oder Astern gehören zu den natürlichen Futterquellen von Vögeln. Wer davon viel im Garten hat, wird bestimmt gefiederten Besuch bekommen. Auch im Frühjahr, Sommer und Herbst können sich die Tiere noch daran erinnern und werden den Garten beleben. Dann dienen die Sträucher und Büsche zum Beispiel als Nistplatz.

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