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Immergrüne Gehölze als Blickfang
26.11.2012 - 16:26 Uhr
Baden-Baden (pr) - Wer im Winter an Nadelbäume denkt, sieht wahrscheinlich zuerst Tannen oder Fichten mit ihren nadelartigen Blättern vor seinem inneren Auge. Doch zur großen Gruppe der Nadelgehölze gehören auch Pflanzen, die wie die Scheinzypressen (Chamaecyparis) und Lebensbäume (Thuja) schuppenförmige Blätter haben. Scheinzypressen und Lebensbäume werden gerne als immergrüne, dichte Heckenpflanzen verwendet, sie bieten aber auch viele Möglichkeiten für eine interessante Gartengestaltung, denn ihre Farben variieren und sie haben oft ausdrucksstarke Wuchsformen.

Manche dieser Nadelgehölze bilden markante, dichte Kegel oder Säulen, andere bleiben relativ klein und wachsen kugelförmig. Dazu kommen außergewöhnliche botanische Kostbarkeiten wie die Zwerg-Muschelzypresse oder die Gelbe Fadenzypresse. Beide wachsen sehr langsam und sind deshalb Schmuckstücke zum Beispiel für kleine Gärten, Gräber, Innenhöfe oder große Pflanzgefäße. Die Muschelzypresse hat auf einzigartige Weise gedrehte und gewellte Zweiglein, die tatsächlich an Muscheln erinnern. Die Gelbe Fadenzypresse überrascht mit fadenförmig überhängenden, zierlichen Zweigen und leuchtet auch im Winter goldgelb.

Formenreich ist auch die große Gruppe der Eiben (Taxus), deren Wuchs von schlanken Säulen über locker und breitbuschig wachsende Sorten bis hin zur bodendeckend wachsenden Kissen-Eibe reicht. Eiben sind schnittverträglich. Das macht sie zu guten Heckenpflanzen und auch zu ausgezeichneten Formgehölzen, die zum Beispiel als immergrüne Kegel, Kugeln oder Gartenbonsais erhältlich sind. Immergrün heißt jedoch auch bei Eiben nicht immer grün, denn ihr Farbenspektrum umfasst zudem viele Gelbtöne.

Manche immergrüne Gehölze tragen auch mit bläulichen oder silbrigen Nadeln zur farblichen Vielfalt im Garten bei. Einige Fichten beispielsweise haben silbrig-blaue bis stahlblaue Nadeln. Bläuliche Nuancen finden sich auch bei verschiedenen Scheinzypressen und Atlas-Zedern. Die große Gruppe der Wacholder bereichert den Garten ebenfalls mit vielen Blautönen, zusätzlich zu den verschiedenen grünen und gelben Nuancen. Dazu kommt bei diesen Nadelgehölzen eine beachtliche Formenvielfalt, denn neben säulenförmigen Wacholdern gibt es unter anderem auch breitbuschig oder bodendeckend wachsende Sorten. Einige eignen sich gut für Gefäße und sorgen so dafür, dass auch Balkon und Terrasse im Winter Farbe zeigen. Der Blaue Zwergwacholder zum Beispiel ist eine langsam wachsende Schönheit mit silberblauen Nadeln. Er wächst dichtbuschig, während der Blaue Teppichwacholder den Boden dicht bedeckt. Wer immergrüne Laubgehölze in die Gartengestaltung einbezieht, macht seinen winterlichen Garten noch interessanter. Mit ihren unterschiedlichen Blattformen und -größen tragen sie zur Vielfalt im winterlichen Garten bei. Einige immergrüne Laubgehölze bieten mit ihren Blättern außerdem ein interessantes Farbenspiel wie zum Beispiel die Traubenheide, ein anmutiger kleiner, immergrüner Strauch, je nach Sorte mit einem schönen rötlichen Austrieb im Frühjahr. Die Blätter färben sich später im Jahr grün und im Herbst wieder rötlich. Weil die Pflanzen immergrün sind, schmücken sie den Garten auch im Winter mit ihren dunkelroten Blättern. Der Name Traubenheide geht zurück auf die weißen Blüten, die im Frühling erscheinen und bis zu sechs Zentimeter lange Blütentrauben bilden.

Während die Traubenheide relativ klein bleibt und manche Sorten nur bis einen halben Meter hoch werden, kann die Glanzmispel deutlich höher werden. Je nach Region ist ein geschützter Standort empfehlenswert. Die Sorte "Red Robin" hat glänzend grüne, bis 15 Zentimeter lange Blätter. Die neu austreibenden Blätter dieses 1,5 bis drei Meter hohen Zierstrauchs leuchten rot. Die Fruchtskimmien eignen sich gut für Gefäße und beleben so im Winter den Balkon, die Terrasse oder den Hauseingang. Sie haben den ganzen Winter über leuchtend rote Beeren.

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