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Attraktiver Beruf mit Zukunft trotz Krise
Attraktiver Beruf mit Zukunft trotz Krise
11.01.2013 - 12:26 Uhr
Baden-Baden (is) - Die Zeiten, in denen die Tätigkeit von Kosmetikerinnen sich auf Gesichtsbehandlungen und Make-up beschränkten, sind längst vorbei: "Die Anforderungen sind erheblich gestiegen, aber mit einer guten Ausbildung sind die Berufsaussichten hervorragend", betont Ursula Winiger.


Seit 1995 leitet die Ernährungswissenschaftlerin, Kosmetikerin und Heilpraktikerin die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Kosmetik in Karlsruhe. Bei den 3. Deutschen Wellnesstagen im Kongresshaus Baden-Baden traf sie nicht nur zahlreiche ehemalige Schülerinnen, sondern war auch eine gefragte Gesprächspartnerin für junge Frauen, die sich für eine Laufbahn im Dienst der Schönheit interessieren.

"Das Spektrum reicht von asiatischen Entspannungsmassagen bis zum Wissen einer Hildegard von Bingen", spannt Winiger den Kosmetikbogen - denn unter Kosmetik ist heute eben erheblich mehr zu verstehen als Reinigen, Maske, Creme und Make-up. Der große Wandel setzte vor etwa zehn Jahren ein, als immer mehr Hotels den Wellness- und Spa-Bereich in ihr Konzept aufnahmen. Ganzkörperlich und ganzheitlich sollten die Fachkräfte arbeiten können, außerdem mindestens zweisprachig sein und sich in einen Hotelbetrieb einfügen können.

"Dank des Wellnessbooms hat sich das Wissen der Kosmetik revolutioniert", stellt Winiger fest, "wenn man allein die Kenntnisse über die Wirkstoffe von Extrakten aus Pilzen und exotischen Pflanzen für den Pflegebereich nimmt! Die Produkte sind heute wesentlich besser, zielgerichteter und komplexer. Deshalb brauchen Kosmetikerinnen heute eine Top-Ausbildung, auch in Chemie und Warenkunde."

Mindestvoraussetzung für die Ausbildung ist der Hauptschulabschluss, "aber viele unserer Schülerinnen haben Realschulabschluss oder mehr vorzuweisen". Auch "Seiteneinsteigerinnen" zum Beispiel aus Pflegeberufen, bieten sich gute Chancen. An der Karlsruher Schule gibt es zwei Ausbildungswege zur "staatlich anerkannten Kosmetikerin": zwölf Monate Tagesschule mit jeweils 30 Wochenstunden oder 24 Monate Ausbildung in der Abendschule mit jeweils vier Unterrichtsstunden an zwei Abenden. Die 160 Schüler/innen pro Jahr werden von 14 Lehrkräften aus den unterschiedlichsten Bereichen unterrichtet - jeweils 50 Prozent Praxis, 50 Prozent Theorie.

Die Schule hilft auch beim Start in das Berufsleben, denn die Absolventen/innen sind gefragt. "Ältere Frauen gehen häufig gleich in die Selbstständigkeit mit eigener Praxis oder eigenem Institut, jüngere arbeiten meistens lieber zunächst als Angestellte in einem Institut, einer Fußpflegepraxis, einer Schönheitsfarm, einer Parfümerie oder eines Kosmetikunternehmens", zählt Winiger einige Möglichkeiten auf.

Die ebenfalls von Ursula Winiger geleitete "cosmetic academy europe" bildet Kosmetikerinnen in den Bereichen Wellness, Spa und Gesundheit weiter. In Kooperation mit dem IHK-Bildungszentrum Karlsruhe wurde die Ausbildung zum/zur Spa & Wellness-Manager/in (IHK) entwickelt. Mit diesem Zertifikat erwerben künftige Fach- und Führungskräfte ihr Rüstzeug für den immer noch boomenden Gesundheits-, Spa- und Wellnessmarkt. Die Ausbildung, die auch Mitarbeiter aus der Tourismus- oder Eventbranche anspricht, umfasst 210 Unterrichtseinheiten über zwölf Monate, außerdem werden vier bis acht Wochenstunden "Hausaufgaben" erwartet.

"In wirtschaftlich schwierigen Zeiten besinnen sich die Menschen auf Qualität und die Bedeutung der Gesunderhaltung ihres Körpers. Entsprechend gut ausgebildetes Personal hat in dieser Dienstleistungsbranche gute Chancen - trotz Krise", ist sich Ursula Winiger sicher.

Infos: Staatlich anerkannte Berufsfachschule für Kosmetik und the cosmetic academy europe, Röntgenstraße 8, 76133 Karlsruhe, (0721) 28143.

www.kosmetikschule-karlsruhe.de

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