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Heiße Suppe gegen den Winterblues
Heiße Suppe gegen den Winterblues
26.11.2012 - 17:29 Uhr
Baden-Baden (red) - Es ist nass, kalt und dunkel. Der Winter kann auf das Gemüt und mit einer Erkältung auf die Gesundheit schlagen. Ein Tipp dagegen: Eine wohlschmeckende Suppe, die in geselliger Runde ausgelöffelt wird. Und was darf in einer guten Suppe nicht fehlen? Natürlich Suppengrün. Den gebündelten Mix aus aromatischen Gemüsearten nennt man Suppengrün oder -gemüse. Deutsches Suppengrün besteht in der Regel aus Möhren, einem Stück Sellerie, einer halben Stange Lauch und einem Stück Petersilienwurzel oder ein paar Zweigen Petersilie. Frisches Suppengemüse kann man das ganze Jahr über aus deutschem Anbau kaufen.

Jedes einzelne Gemüse im Suppengrün enthält schon alleine viele wichtige Nährstoffe. Sellerie ist reich an Mineralstoffen, B-Vitaminen, Vitamin E sowie appetit- und verdauungsanregenden ätherischen Ölen. Lauch bringt Vitamine und Mineralstoffe sowie schwefelhaltige ätherische Öle, die entzündungshemmend und schleimlösend wirken, den Kreislauf anregen sowie die Verdauung und Nierentätigkeit fördern, mit. Möhren enthalten viel ß-Carotin, das ist die Vorstufe von Vitamin A und besonders wichtig für die Sehkraft. Einen hohen Gehalt an Vitamin A, B und C sowie verschiedene ätherische Öle zeichnet die Wurzelpetersilie aus. Petersilie ist appetitanregend, verdauungsfördernd und wirkt harntreibend. Sie ist reich an B-Carotin, Vitamin C und E sowie den Mineralstoffen Eisen und Calcium. Das Gemüse sollte keine brauen oder fauligen Stellen haben und die Petersilie noch nicht welk sein. Frisches Suppengrün sollte möglichst schnell verwendet werden. Im Gemüsefach des Kühlschanks lässt es sich etwa eine Woche lagern. Die Petersilie in Wasser stellen.

Bevor es in die Suppe kommt, wird frisches Suppengrün geputzt und abgebraust. Man kann zerkleinertes Suppengemüse in kleinen Portionen einfrieren. Zum Würzen von Brühen wird das Gemüse in walnussgroße Stücke geschnitten. Es sollte von Anfang an mitkochen und vor dem Servieren wieder entfernt werden.

Soll Suppengemüse als Einlage verwendet werden, wird es in mundgerechte Stücke geschnitten und eine halbe Stunde vor Ende der Kochzeit in die Brühe gegeben. So zerkocht es nicht. Auch Eintöpfe erhalten durch Suppengrün einen würzigen Geschmack.

Zum Würzen von Saucen, wird das Suppengrün in kleine Würfel geschnitten und in Butter oder Öl geschmort. Das Gemüse in Brühe fast vollständig zerkochen und zusammen mit der Sauce pürieren.

Juliennegemüse: Dafür schneidet man das Suppengemüse in feine Streifen, dünstet es in Butter und belegt Fisch oder Fleisch damit.

Rezepte

Hühnersuppe mit Gemüse und Spinat-Frischkäse-Klößchen

Zutaten für vier bis sechs Personen: Ein küchenfertiges Suppenhuhn (rund zwei Kilogramm), Salz, eine Zwiebel, zwei Bund Suppengrün, ein Petersilienstängel, ½ TL Pfefferkörner, zwei Pimentkörner, ein Lorbeerblatt, drei Stangen Bleichsellerie, eine Handvoll Blattspinat, 100 Gramm Frischkäse, ein Ei, acht EL Weizengrieß, acht EL geriebener Parmesan, Pfeffer, Muskatnuss, drei Tomaten, etwas Basilikum.

Zubereitung: Huhn kurz abspülen und mit zwei TL Salz in zwei Liter Wasser zum Kochen bringen. Zwiebel und ein Bund Suppengrün putzen und klein schneiden. Petersilie, Pfefferkörner, Piment und Lorbeer zufügen und rund zwei Stunden kochen lassen. Brühe durch ein feines Sieb gießen. Hühnerfleisch ablösen und klein schneiden. Restliches Suppengrün und geputzten Bleichsellerie klein schneiden und in der Brühe aufkochen. Spinat waschen und fein hacken. Mit Frischkäse, Ei, Grieß und sechs EL Parmesan verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Masse rund 15 Minuten quellen lassen. Zu Klößchen formen und zum Gemüse in die Brühe geben. Rund drei Minuten ziehen lassen. Hühnerfleisch zufügen. Tomaten waschen und fein würfeln. Suppe mit Tomatenstücken, restlichem Parmesan und Basilikumblättern in Schalen anrichten.

Apfel-Curry-Suppe

Zutaten für vier bis sechs Personen: Eine Zwiebel, ein großer Bund Suppengemüse (rund 700 Gramm), zwei EL Rapsöl, 1,5 EL Currypulver, ein TL Kurkuma, ein gehäufter EL Mehl, zwei EL Tomatenmark, ein Liter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, ein Lorbeerblatt, vier Stiele Thymian, ein Rosmarinzweig, 500 Gramm säuerliche Äpfel, zwei bis drei EL Apfelkraut oder -gelee, ein EL Zitronensaft, 150 Gramm saure Sahne

Zubereitung: Zwiebel schälen, Suppengemüse putzen bzw. schälen, alles würfeln. Im heißen Öl etwa acht Minuten zugedeckt bei schwacher Hitze andünsten. Ein EL Curry, Kurkuma und Mehl mischen, Gemüse damit bestäuben. Tomatenmark zufügen und unter Rühren eine Minute anschwitzen. Mit der heißen Brühe ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und aufkochen. Lorbeer, Thymian und Rosmarin mit Küchengarn binden und zufügen, Suppe 20 Minuten garen. Einen Apfel halbieren, eine Hälfte abgedeckt beiseite stellen. Übrige Äpfel schälen und grob würfeln. Zur Suppe geben und zehn bis 15 Minuten garen. Kräutersträußchen entfernen. Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Apfelkraut oder -gelee abschmecken. Übrige Apfelhälfte waschen raspeln und mit Zitronensaft mischen. Suppe in Teller füllen, einen Klecks saure Sahne und etwas Apfelraspel darauf verteilen, mit übrigem Curry bestäuben.

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