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Eine Königin sorgt für verführerische Aromen
Eine Königin sorgt für verführerische Aromen
27.11.2012 - 15:51 Uhr
Baden-Baden (vgk) - Die Rose gilt als Königin unter den Blumen und ist für jede Festtafel eine Aufwertung. Keiner anderen Pflanze wird in Gedichten, Liedern, Märchen und anderen Zitaten mehr Aufmerksamkeit zuteil als der Rose. Sie steht für Schönheit, auch sind rote Rosen das Symbol der Liebenden.

Johann Wolfgang von Goethe dichtete unter anderem einst so: "Als Allerschönste bist Du anerkannt, bist Königin des Blumenreichs genannt; Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis, Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis! Du bist es also, bist kein bloßer Schein. In Dir trifft Schaun und Glauben überein. Doch Forschung strebt und ringt, ermüdet nie, nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie".

Doch nicht nur er setzte in seinen Gedichten der Rose ein Denkmal. Bereits im vorchristlichen Zeitalter schwelgten griechische Lyriker wie Anakreon in Rosen-Poesie.

Rund 150 Rosenarten werden häufig wegen ihrer attraktiven und stark duftenden Blüten kultiviert. Einige Arten werden aufgrund der Hagebutten genannten Früchte gepflanzt. Sie kommen in Asien, Europa, Nordafrika und Nordamerika in vielen verschiedenen Lebensräumen vor. In der Alchemie galt die Rose als Blume der Weisheit und als Sinnbild des klaren Geistes. Doch auch abergläubische Zeitgenossen bedienten sich ihrer. So heißt es: "Pflanzt man drei rote Rosen in ein Kräuterbeet, dann bleibt Gesindel fern; oder von roten Rosen zu träumen, verheißt Erfolg in der Liebe".

Ihrer Frucht der Hagenbutte werden magische Kräfte nachgesagt. Für die 1912 streikenden Textilarbeiterinnen in Massachusetts war die Blume Sinnbild für eine würdige Arbeits- und Lebensumgebung.

Rosen sind aber auch ein Genuss für Leib und Seele, denn sie lassen sich in der Küche verwenden - als Geschmacksträger oder zur Dekoration. Nur eines sollte man unbedingt beachten: Nur ungespritzte Blüten und duftende, frische Rosen verwenden.

Seit vielen Jahrhunderten sind Rosen aus der Küche des Orients nicht wegzudenken. Bei Motorsport-Veranstaltungen im arabischen Raum ist es Usus einen alkoholfreien Champagner-Ersatz aus Rosenwasser, Orangen- und Granatapfelsaft zu verspritzen. Auch als genussvolles und durstlöschendes Getränk findet man es oft in muslimischen Haushalten. Rosenwasser ist ein ätherisches Wasser, das als Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenöl anfällt. Aber auch bei uns gibt es immer mehr Liebhaber, darunter auch Spitzenköche, die Rosen in der Küche verwenden.

Ein mit Rosensirup verfeinerter kräftiger Kaffee mit einer Sahnehaube und Rosenzucker oder Kakaopulver bestreut, ist ein leckeres Getränk zur Nachmittagsstunde. Genau so wie Schwarztee mit Rosensirup gesüßt und etwas Kondensmilch. Ein leckeres, duftendes Erfrischungsgetränk ist Rosensaft. Hierzu ein Glas Apfelsaft mit Rosensirup mischen. Das Ganze schmeckt lecker als Rosen-Apfel-Schorle mit Mineralwasser und Eis.

Rezepte mit Rosen

Pasta mit Rosenpesto: Den weißen Blattansatz bei einer Handvoll Rosenblütenblättern entfernen und diese zusammen mit genauso viel Basilikum, feinhacken. Eine Knoblauchzehe schälen und dazu pressen. 100 ml Olivenöl, zwei Teelöffel Rosenwasser, einen Esslöffel im Mörser zerstoßene Pinienkerne und drei Esslöffel frisch geriebenen Pecorino-Käse dazugeben und gut vermengen. Mit Meersalz abschmecken.

Abgeschüttete al dente in reichlich Salzwasser gekochte Pasta (Spaghetti oder Tagliatelle) mit dem Rosenpesto vermengen. Vor dem Servieren mit einigen Rosenblütenblättern dekorieren.

Frischkäsekugeln mit Rosenblättern: 350 Gramm Frischkäse mit Kräutersalz und Pfeffer verrühren. Die Blütenblätter von drei bis vier Duftrosen fein schneiden und klein geschnittene, frische Kräuter wie Petersilie oder Estragon hinzugeben. Aus der Käsemasse kleine Kugeln formen und kurz vor dem Servieren, in der Blütenblätter-Kräutermischung wälzen und leicht andrücken. Mit Butter bestrichenes Pumpernickel, Vollkornbrot, Baguette und Blattsalat passen sehr gut dazu.

Rosenkonfitüre: Einen Liter duftende Rosenbütenblätter zwei Minuten in 300 ml heißem Wasser aufkochen. Die Flüssigkeit filtern und mit dem Saft von zwei unbehandelten Zitronen, 450 Gramm Zucker sowie einem halben Liter frischen Rosenblütenblättern erneut aufkochen, bis der Gelierpunkt erreicht ist. Wer es fruchtig liebt, kann noch ein Pfund Brombeeren oder Himbeeren mitkochen.

Rosenpudding: Blütenblätter von Duftrosen vorsichtig waschen, gut abtropfen lassen, den bitteren Stielansatz entfernen, mit einem Messer fein hacken. Dann mit 200 g gestoßenem Zwieback vermischen und in eine Schüssel füllen. Zugedeckt stehen lassen. Zwölf Eigelbe mit 200 Gramm Puderzucker schaumig rühren, einen Viertelliter Schlagsahne und die gewonnene Rosenmasse, je eine Prise Zimt und Salz hinzufügen und den Eischnee aus den zwölf Eiern darunter heben. Alles in eine gebutterte, mit Zwieback ausgesiebte Form füllen und etwa 90 Minuten im Wasserbad kochen. Harmonisiert wunderbar mit Wein- oder Vanillesoße.

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