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Waffeln: In zahlreichen Variationen
Waffeln: In zahlreichen Variationen
27.11.2012 - 15:58 Uhr
Baden-Baden (vgk) - Der Geruch von frischen Waffeln ist unwiderstehlich. Egal ob süß oder pikant - Waffeln sind immer etwas Besonderes, womit sich auch der Nachwuchs begeistern lässt. In ihrer einfachsten Form der Oblate, sind Waffeln ein im Wesentlichen aus Mehl und Wasser bestehendes, flaches Gebäck, das zwischen zwei heißen Eisen gebacken wird.

Es gibt zahlreiche, durch Form und Rezeptur unterschiedliche Variationen. Eines ist bei allen Arten gleich - frisch zubereitet und noch warm, schmecken sie am besten. Deshalb ein Tipp: Die fertigen Waffeln bis zum Servieren zwischen zwei Tellern im Backofen - ohne Umluft - bei etwa 80 bis 100 Grad warm halten.

Im Haushalt verwendet man heutzutage in der Regel elektrisch beheizte Backgeräte für runde, flache oder segmental herzförmige Waffelformen. Beliebte Varianten sind das Bestreuen der Waffeln mit Puderzucker oder das Servieren mit Schlagsahne. Häufig werden auch Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren oder Sauerkirschen als heißes Kompott dazu gereicht.

Ein tolles Dessert sind Schwarzwälder Waffeln. Dazu werden 60 Gramm weiche Butter, 40 Gramm Puderzucker und eine Prise Salz mit dem Handrührer acht Minuten cremig geschlagen. Ein Ei eine halbe Minute lang unterrühren. 125 Gramm Mehl, einen halben Teelöffel Backpulver und einen Esslöffel Kakaopulver mischen und mit 100 Gramm Buttermilch dem Teig zugeben. Diesen etwa 15 Minuten ruhen lassen. Sechs Esslöffel Kirschkonfitüre mit fünf Esslöffeln Kirschwasser in einem Topf unter Rühren leicht erwärmen. 250 Gramm Schlagsahne steif schlagen. In einem heißen und geölten Waffeleisen vier Waffeln jeweils rund fünf Minuten backen. Mit sterilisierten Kirschen und Schlagsahne servieren.

Herzhafte Waffeln können ein leichtes Hauptgericht sein wie beispielsweise Waffeln mit Lachsquark. Hierfür 100 Gramm Weizenmehl und 200 Gramm Milch verrühren und abgedeckt quellen lassen, bis die Quarkmasse fertig ist. Dann ein Bund Radieschen hobeln. Etwa 300 Gramm Quarkcreme mit drei Esslöffeln Mineralwasser, Salz und Pfeffer verrühren. 100 Gramm Räucherlachs in kurze Streifen schneiden und mit den Radieschen vermischen. Einen halben Bund Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, ein halbes Beet Kresse dazu schneiden. Alles unter den Quark heben. 20 Gramm Butter zerlassen, zwei Eier trennen, deren Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Butter, Eigelb unter die Mehl-Milch-Mischung rühren,

Eischnee unterheben. Waffeleisen erhitzen und nacheinander vier Waffeln backen. Mit dem Lachsquark anrichten.

Ein fettarmer beziehungsweise fettfreier Crackerersatz ist folgende Waffelart: 200 Gramm Weizenmehl (Typ 405), fünf Gramm frische Hefe, etwa einen halben Teelöffel Salz und einen Viertelliter lauwarmes Wasser gut miteinander verrühren, der Teig muss nicht gehen. In das vorgeheizte Waffeleisen einen Esslöffel Teig in die Mitte geben und etwa drei Minuten backen. Man kann auch etwas Kümmel oder kleingeschnittene Oliven, Basilikum, zerbröselten Fetakäse, geriebenen Parmesan oder Knoblauchpulver dem Teig beigeben.

Eine völlig andere Geschmacksrichtung ergibt sich auch, wenn man das Weizen-, gegen Vollkorn- oder Dinkelmehl austauscht. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Die abgekühlten Waffeln lassen sich einfrieren und bei Bedarf für ein paar Sekunden auf den Brötchenröstaufsatz des Toasters legen. Dies ergibt, knusprige, lauwarme, leckere Knabbereien für einen gemütlichen Abend.

Die ältesten bekannten Waffeleisen stammen aus dem 9. Jahrhundert und wurden in Belgien und Frankreich gefunden. In Frankreich gab es im 13. Jahrhundert sogar eine eigene Zunft der Waffelbäcker. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm von 1854 findet man Folgendes: "Die Waffel ist ein uraltes niederfränkisches Fest- und Fastengebäck, ähnlich den Krapfen oder Strauben. Von den Rheingegenden aus allmählich allgemeiner verbreitet. Sie pflegen jetzt bei Festlichkeiten, auf Jahrmärkten gebacken zu werden, in den Häusern bei besonderen Gelegenheiten".

Laut dem Nachschlagewerk der Grimms ist der Begriff "wafel" im Niederländischen seit dem 15. Jahrhundert belegt, in Deutschland ist es erst seit dem 17. Jahrhundert bekannt.

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