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Kräftige Suppen und Eintöpfe
Kräftige Suppen und Eintöpfe
27.11.2012 - 16:17 Uhr
Baden-Baden (td) - Wenn die Herbststürme über das Land fegen und die Blätter durch die Straßen treiben, freuen sich viele Menschen auf etwas warmes Kräftiges zu essen. Die elsässische wie auch die badische Küche sind reich an Eintöpfen, die jetzt im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen fallen, "Hochkonjunktur" haben.

Als Eintopf werden allgemein sättigende Suppen oft bäuerlichen Ursprungs bezeichnet, die als vollständige Mahlzeit dienen. Typische Zutaten sind Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen, Gemüse wie Kohl, Steckrüben, Möhren oder Kartoffeln, auch Getreideprodukte wie Graupen, Brot oder Nudeln, in Wasser oder Brühe gegart. Hinzu kommen je nach Rezept und Möglichkeit Lauch, Sellerie und Zwiebeln; Fleisch, Wurst oder Speck, diese häufig gepökelt oder geräuchert. Auch in den Restaurants sind sie mittlerweile als sättigende Ergänzungen zu den sonstigen Angeboten wieder häufiger zu finden.

Unter Eintopf versteht man Gerichte, die in einem Topf zubereitet werden, viele Rezepturen sind schon sehr alt und auf der ganzen Welt zu finden. Im deutschen Sprachgebrauch werden aber nur solche Gerichte als Eintopf bezeichnet, die einen hohen Flüssigkeitsanteil haben.

Die Technik, eine komplette Mahlzeit aus verschiedenen Zutaten in einem einzigen Topf zuzubereiten, war früher vor allem in Norddeutschland bis hin nach Ostpreußen verbreitet, bedingt durch die Tatsache, dass das dort übliche Hallenhaus lange Zeit nur eine offene Feuerstelle besaß und keinen geschlossenen Herd. Über das offene Feuer konnte nur ein Kochkessel gehängt werden.Gerichte aus zusammen gekochtem Gemüse, Kartoffeln und Fleisch wurden regional auch als "Durcheinander" oder "Allerlei" bezeichnet, da es noch keinen anderen Ausdruck gab. Der Begriff Eintopf erschien erstmals Anfang der 1930er Jahre in Wörterbüchern.

Pilze in ihren verschiedensten Zubereitungen gehören ebenso zur dritten Jahreszeit wie Gerichte aus oder mit den verschiedenartigen Kohl- und Rübensorten.

Frisches Grün verspricht der Feldsalat, der nun mal am besten schmeckt, wenn der erste Frost über seine Blätter gezogen ist. Wenn dann noch Speckwürfel und geröstete Brotwürfel, die "Kracherle" den "Sunnewirbel", "Rapunzel" oder "Ackersalat" wie der Feldsalat im Dialekt noch heißt, krönen, ist der Herbstgenuss fertig.

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