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Von Baeckeoffe bis Chili con Carne
Von Baeckeoffe bis Chili con Carne
27.11.2012 - 16:21 Uhr
Baden-Baden (tr) - Einfach in der Zubereitung, vielseitig im Geschmack und vor allem das Richtige, wenn es draußen nass, grau und kalt ist. Und trotz seiner bodenständigen Zutaten kann ein Eintopf äußerst elegant sein.

Das Geheimnis seines Geschmacks liegt sicherlich in einer guten Brühe und der Verbindung von Gemüse, Fleisch und Gewürzen. Die Varianten sind regional unterschiedlich und reichen von deftig und rustikal bis edel. Zu den Klassikern der deutschen Küche gehört der Eintopf allemal - beliebt sind vor allem Varianten aus Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen. Aus Italien kennt man die toskanischen Varianten - natürlich auch mit Pasta, aus Mexiko kommt Chili con Carne und im Schwäbischen gilt der "Gaisburger Marsch" als traditioneller Gaumenschmaus.

Zu den Spezialitäten im benachbarten Elsass gehört das deftige "Baeckeoffe" - ein in Riesling gegarter Eintopf aus Rind-, Schweine- und Hammelfleisch. Gutes Rindfleisch, Reis und allerlei Gemüse machen schließlich einen Badischen Eintopf aus, den selbst Gourmettempel zwischen Rhein und Schwarzwald ihren Gästen servieren.

Beliebt sind Eintöpfe aufgrund ihres vollen Geschmacks, früher wurden sie oftmals stundenlang auf dem Herd gekocht. "Profis" empfehlen, keine allzu hohe Gartemperatur zu wählen. Die gute Basisbrühe bekommt man aus gekochten Knochen und Fleisch, Fisch oder Gemüse. Zubereitet wird der Eintopf mit allerlei Zutaten - mitunter auch rein vegetarisch.

Fleisch und Knochen werden gründlich abgespült, mit kaltem Wasser aufgesetzt und langsam gekocht. Während des Kochens bilden sich an der Oberfläche schaumartige Eiweißpartikel, die immer wieder "entfernt" werden sollten, damit die Brühe klar bleibt. Zudem setzt sich das Fett oben ab und kann somit ebenso gut abgenommen werden. Zusätzlich kommen Salz und Suppengemüse dazu.

Die meisten Eintöpfe werden noch heute nach "Oma's Rezept" zubereitet: Angeschmortes Fleisch bildet die Basis, darauf folgt das Gemüse, zuletzt die Kartoffeln, da diese am schnellsten gar sind. Danach wird das Ganze im Topf mit der vorbereiteten Brühe abgelöscht.

Als Gewürze eignen sich neben Salz und Pfeffer, Knoblauch und Gewürznelken, Lorbeerblätter, Muskat oder auch Rosmarin - der Fantasie sind bei den Zutaten eigentlich keine Grenzen gesetzt, raffiniert sind Varianten mit Geflügel, Fisch, Pilzen oder Fenchel. Es ist das Zusammenspiel der verschiedenen Aromen, das einen Eintopf zu etwas ganz Besonderem und vielleicht auch Unikat werden lässt.

Während eine Suppe als Vorspeise in erster Linie den Magen "öffnen" soll, ersetzt ein Eintopf als Hauptgang sicherlich eine ganze Mahlzeit. Und Aufwärmen kann gerade bei dieser Mahlzeit mehr als Reste-Verwertung sein. Es gibt Menschen, die finden, dass so ein Eintopf dann am besten schmeckt, wenn er ein paar Mal aufgewärmt wurde.

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