http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
In Baden und im Elsass wird geschlemmt
27.11.2012 - 17:43 Uhr
Baden-Baden (vgk) - Genussfreudige Menschen, Hobbyköche und Profi-Gastronomen - für all' diese sind Baden und das Elsass die Orte, die man zu den Schlemmer-Paradiesen zählt. Der Bauerndichter Theo Gempp aus Ötlingen im äußersten Markgräfler Süden dichtete einst: "Wone guete Wii im Cheller, öbbis Schwinis uffem Teller, une treue Fründ als Gascht, do isch halt e gueti Rascht." Im Elsass besagt ein Sprichwort: "Eher rücken die Vogesen zur Seite, als dass man im Elsass nicht gutes Essen findet."

Zahlreiche Speisen sind etwas deftig, dennoch scheut man sich nicht davor, vieles aus der französischen Küche einfließen zu lassen. Unvorstellbar wäre die elsässische Küche ohne Wein, mit dem die meisten Speisen verfeinert werden.

"Route de Carpe fritte" (Route des frittierten Karpfen), "Route de la Choucroute" oder "Route de Vin" heißen die Schlemmerrouten. Doch auch abseits dieser kann man diesseits und jenseits des Rheins auf kulinarische Entdeckungsreise gehen. Das Amuse-Gueule ist im Elsass oft eine Pastete. Zu den Lieblingsgerichten auf der elsässischen Speisekarte zählen Flammkuchen, Baeckeoffe und Choucroute garnie. Zweiteres ist ein Schmorgericht aus Rind-, Lamm- oder Kalb- und Schweinefleisch. Zubereitet wird es in einem mit Teig abgedichteten Keramiktopf im Backofen. In jedem Fall mit Wein zubereitet wird das Sauerkraut (Choucroute). Darin mitgegart werden Schweinerippchen, kleine Knoblauchwürste und durchwachsener Speck. Eine besondere Variante ist Sauerkraut mit Zander oder Lachsforelle - die man auch solo in Weißweinsoße genießen kann. Ein weiteres Beispiele für die Zubereitungen mit Wein ist das berühmte "Coq au Riesling", Hähnchen in Weinsoße. Zu den Klassikern im Elsass zählt auch die "tarte aux pommes", ein hauchdünner Apfelkuchen.

Nicht weniger vom guten Essen versteht man auch auf der anderen Rheinseite. Die badische Weinstraße führt von Baden-Baden 160 Kilometer bis nach Weil am Rhein durch die schönsten Genießerecken des Landes. Eine weitere Schlemmerroute ist die Spargelstraße. Von Spargel bis Speck ist hier alles zu haben.

Ein typischer Vertreter der Region ist der Schwarzwälder Schinken. Gemeinhin versteht man unter einem Schwarzwälder Schinken einen rohen, geräucherten, knochenlosen Schinken, mit oder ohne Oberschale, ist auf der Website des Schutzverbands Schwarzwälder Schinken nachzulesen. Dieser setzt sich für die Reinheit des Produkts mit geschützter geografischer Angabe ein. Seine Herstellung ist genau festgelegt. Durch das Räuchern über Tannenreisig erhält er sein typisches Raucharoma. Er ist ein guter Begleiter zum Beispiel für frischen Spargel oder als Mantel für saftige Melonen. Eine deftige Variante ist der Schinken im Brotteig, zu dem Kartoffel- ebenso gut passt wie Rettichsalat. Nicht verzichten sollte man wenn man in Baden auf Schlemmerreise geht auch auf die Kulinarik aus den Wäldern, Bächen und Seen. Ebenso wie im benachbarten Elsass findet in der Küche alles Verwendung, was in der Region wächst und gedeiht. Forellen werden mit Wirsing- oder Weißkraukrautblättern zu leckeren Krautwickeln verarbeitet, geräuchert oder "blau" gegessen. Beim gespickten Rehrücken Baden-Baden ist schon der Namen Programm. Nicht zu vergessen die sähmige badische Kartoffelsuppe mit Kracherle. Weltweit Karriere gemacht ha die Schwarzwälder Kirschtorte, eine Kirschwasser geschwängerte süße Versuchung. Und zur Kirschenzeit darf der Kirschenplotzer einfach nicht fehlen.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Noch ist die Vermietung von Waschmaschinen und Bekleidung in Deutschland ein Nischenmarkt. Glauben Sie, dass sich das durchsetzt?

Ja.
Nein.
Weiß nicht.

Wetter in Mittelbaden


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen