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Auf dem Aspichhof ticken die Uhren ein wenig anders
Integrationsbetrieb Aspichhof: Seit zwölf Jahren werden im Hofladen eigene Fleisch- und Backwaren, Molkereiprodukte und Getränke verkauft. Foto: Eiermann
25.07.2012 - 13:56 Uhr
Ottersweier (jo) - Schon die Fahrt auf die Anhöhe des idyllisch gelegenen, 700 Jahre alten Aspichhofs gleicht einer Begegnung mit einer etwas anderen Welt. Das wagenradgroße rote Zifferblatt der Hofuhr signalisiert: Hier ticken die Uhren ein wenig anders. Der Aspichhof ist einmalig in der Region; hier ist noch viel bäuerliche Handarbeit angesagt. Im Stall, im Weinbau, in den Obstanlagen und im Hofladen packen Heimbewohner und Integrationskräfte mit an.


Der in einer ehemaligen Scheune eingerichtete Laden strahlt eine gewisse Ruhe auf seine Besucher aus. Das Angebot ist nicht überbordend wie im Supermarkt, sondern übersichtlich im positiven Sinne. "Unsere Strategie ist, so viel eigene Produkte wie möglich zu verkaufen", erklärt Marianne Glaser, die Verantwortliche des Ladens, der fünf Teilkräfte beschäftigt. Die Produkte kommen aus eigener Landwirtschaft, Bäckerei, Metzgerei, Molkerei, Gärtnerei, Teichwirtschaft und den weitläufigen Reben des Hofguts.

Die Infrastruktur der Kreispflegeanstalt Hub, zu welcher der Aspichhof früher gehörte (heute ist er eine eigenständige gemeinnützige GmbH), bietet viele Handlungsfelder, um qualitativ hochwertige, tagesfrische Lebensmittel erzeugen zu können. Zum Beispiel eine nicht homogenisierte Milch, die laut Marianne Glaser zwar etwas weniger lang haltbar, dafür bekömmlicher sei.

"Unsere Renner sind die Fleischwurst und der Hefezopf", erklärt die Chefin. Nicht zu vergessen der Rahmkäse, der ebenfalls dazu beitrug, dass die Ladengründung vor zwölf Jahren nachhaltig einschlug. Der damalige Gutsverwalter Paul Güde hatte den Schritt aus schierer wirtschaftlicher Notwendigkeit unternommen, um dem Hof das Überleben zu sichern. Die bis heute anhaltend positive Entwicklung gab ihm recht. Zum Ladenschluss sind die Regale mit Tagesprodukten in der Regel leer.

Butter und Joghurt gehören inzwischen ebenfalls zum Molkerei-Sortiment. Hin und wieder gibt es sogar einen schnittfesten Hofkäse. Ein feiner Duft frischgebackener Bauern- und Kornbrote durchströmt den Laden, hinzu kommen diverse Kuchen. Die Kühltheke ist mit allerlei Fleisch- und Wurstwaren bestückt. Nach festen Schlachtterminen gibt es Kalbfleisch und Freilandbeef.

Zwei Rotweine aus dem Eichenfass und vier Weißweine tragen das Etikett des Hofs. Das jüngste Kind ist ein feinherber Rivaner. Ausgewiesen werden die teils prämierten Weine stets als Qualitätswein, wenn auch so mancher Jahrgang als höherrangige Spätlese durchgehen könnte.

95 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet der Aspichhof mit eigenen Erzeugnissen. Die wenigen zusätzlichen Produkte haben meist einen Bezug zum Hofgut. Wie die Nudeln, die mit Aspichhof-Eiern gefertigt werden, oder der Honig vom Nachbarn, dessen Bienenstöcke in den Obstanlagen stehen. Auch zum Alpe-Rona-Bergkäse und der Molkekosmetik gibt es eine direkte Verbindung: Beides stammt aus der alten Heimat der Hofladen-Chefin, dem Vorarlberg.

Öffnungszeiten:
Mittwoch und Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag: 9.30 bis 12.30 Uhr

Kontakt:
Aspichhof
Aspichweg 3
77833 Ottersweier
Telefon: (07223) 80 00 79-20
E-Mail : info@aspichhof.de

www.aspichhof.de

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