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Landidyll: Käse, Milch, Joghurt und Eier frisch ab dem Hof
28.08.2012 - 20:52 Uhr
Sinzheim (cri) - Frische Kuhmilch, Rahm- und Frischkäse in verschiedenen Variationen, frischer Joghurt und frische Eier: Die Produkte des St.-Vinzenz-Hofs im Sinzheimer Teilort Halberstung legen nur ein paar Meter vom Erzeuger zum Kunden zurück, frischer geht es nicht. Die Käufer können sich im "Automatenhäusle" auf dem Bauernhofgelände an mehreren Kühlautomaten selbst bedienen - und zwar rund um die Uhr.


Wer von der L80 in Richtung St.-Vinzenz-Hof bei Halberstung abbiegt, findet sich gleich in einer anderen Welt wieder: Zunächst fällt der Blick auf zwei Ziegen und ein paar Hühner, dann auf einen großen offenen Kuhstall, in dem etwa 50 Rinder stehen. Um die Ecke gibt es ein paar Kälbchen in ihren Boxen zu bestaunen, die nicht nur die jüngeren Besucher entzücken. Diese kleine bäuerliche Idylle schätzen vor allem Familien mit Kindern, Etwa ein Dutzend weitere Kühe stehen auf der Wiese.

Landwirt Gabriel Hurst bewirtschaftet mit seinem Vater Manfred rund 110 Hektar Fläche. Milchvieh und -verarbeitung sowie Feldwirtschaft sind ihr Haupterwerb.

Morgenstund' hat Gold im Mund: "Wenn ich zum Frühstück gehe, sind die Kühe bereits versorgt", sagt Gabriel Hurst. Allein 60 Hektar Wiesen dienen zum Produzieren von Viehfutter (Silage), berichtet der 31-jährige Agraringenieur. Auf dem restlichen Gelände baut er Mais, Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer und Raps an. Ein Teil davon wird auch für Viehfutter verwendet. Der Dinkel geht komplett an einen hiesigen Bäcker.

Rund 22 Liter Milch täglich gibt eine Kuh der Rasse Deutsches Fleckvieh, für die sich Gabriel Hurst entschieden hat. Das sei aber eher unterdurchschnittlich. Ein Großteil werde an Milchwerke verkauft. Diese Rasse produziere weniger Milch, habe aber besseres Fleisch, erklärt der Landwirt. Allerdings seien auch die Kälber teurer. Wenn die Kühe sechs bis zehn Jahre alt sind, veräußert er sie an einen Viehhändler. Die in Sinzheim geborenen Kälber werden später ebenfalls verkauft, Gabriel Hurst kauft sie aber später wieder als Milchkühe zurück. Das wichtigste Produkt seines Hofs ist die Milch, etwa 1.000 Liter werden täglich gemolken, zehn Prozent davon in der Hofkäserei weiter verarbeitet. Drei bis vier Mal in der Woche wird Käse gemacht. Inzwischen beliefert der St.-Vinzenz-Hof 25 Hofläden. Vorher habe man nur im kleinen Stil produziert und nur ab Hof verkauft. Die Nachfrage habe aber kontinuierlich zugenommen, sagt der Landwirt, so dass 2005 die Käserei in dieser Größe und kürzlich auch ein neues Automatenhäusle gebaut wurden.

Die Hühnerfarm gehört Gabriel Hursts älterem Bruder Michael, der auf dem Gelände zwei Gebäude gepachtet hat und eigenständig wirtschaftet. Bei großer Nachfrage kann er auch noch auf Ställe mit Platz für etwa 700 Hühner im benachbarten Hügelsheim zurückgreifen. Rund 2000 Exemplare hält Michael Hurst auf dem Sinzheimer Gelände in Bodenhaltung. Gefüttert werden die Hühner mit gentechnikfreiem Futter aus der Region. Angefangen habe er 1999 mit 200 Stück, sagt er, nach zwei Jahren seien es bereits mehr als 1.000 gewesen, ab 2003 rund 2.000. Stark zu der Nachfrage beigetragen habe der Eierautomat. "Das war der erste in der Gegend", erinnert sich der Hühnerhalter.

Mehr Legehennen will Michael Hurst aber nicht anschaffen: "Jetzt passt es genau." Etwa die Hälfte der Eier geht direkt ab dem Hof weg, die andere Hälfte verkauft er direkt an die Gastronomie in der Region. Wenn er die neu angeschafften, 18 Wochen alten Junghennen (Legehybride) erst einmal ans Nest gewöhnt hat, hat er es gut: Er kann dann länger schlafen als sein Bruder und muss erst um 8 Uhr mit der Arbeit anfangen.

Öffnungszeiten:
Das Automatenhäuschen steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Kontakt:
St.-Vinzenz-Hof
76547 Sinzheim
Telefon: (07221) 3963272
E-Mail: info@vinzenzhof.de

www.vinzenzhof.de

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