http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Hinterwälder Rinder grasen auf Muggensturmer Wiesen
Die Hinterwälder Rinder sind sein ganzer Stolz: Landwirt Edgar Kimmig züchtet die vom Aussterben bedrohte Rasse. Foto: fuv
31.08.2012 - 05:06 Uhr
Muggensturm (ia) - Kalbfleisch gibt es in Edgars Hoflädle in der Muggensturmer Hauptstraße nicht in der Kühltheke. Seine selbst gezüchteten Hinterwälder Rinder dürfen anderthalb Jahre im Freien grasen, bevor sie zum Schlachter gebracht werden. Bereits seit 1994 betreibt Edgar Kimmig seinen Hofladen. Eine Ernährungsberaterin brachte ihn damals auf die Idee, diesen einzurichten: Dort werden auch die chemiefreien "Muggensturmer Grumbire" aus eigenem Anbau verkauft.

Kimmig bezeichnet sein Geschäft selbst als "Dorfladen", denn es gibt dort fast alles an kulinarischen Genüssen, die man sich vorstellen kann: Fisch, Fleisch, Wurst, laktosefreien Bio-Käse, Eier von Freilandhühnern, Gemüse und Obst aus der Region, aber auch Holzofenbrot.

Kimmig tauscht sich mit anderen landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region aus, so bezieht er beispielsweise Wildspezialitäten von einen Jäger aus dem Enztal, geräucherte Forellen bekommt er von einem Fischer aus dem Murgtal.

Seit 1994 züchtet der Muggensturmer Landwirt auch die vom Aussterben bedrohten Hinterwälder Rinder, die aus Todtmoos im Schwarzwald stammen.

Die kleinwüchsige Rasse bringt maximal 400 Kilogramm auf die Waage, die Kälber werden ausschließlich mit Muttermilch großgezogen.

Acht Tiere hat Kimmig derzeit, diese grasen auf den Wiesen zwischen dem Schafhof und der Margarethenkapelle. Den Winter über verbringen sie im Stall, wo sie mit Heu gefüttert werden. Kraftfutter kommt bei Bio-Bauer Kimmig nicht in den Futtertrog.

Auch Hühner hält Kimmig auf seinem Quellwiesenhof. Da er aber die große Kundennachfrage nach Eiern allein nicht stemmen kann, bezieht er auch einen Teil von einem Hof aus Ottersweier.

Im Jahr erntet er ungefähr 300 Doppelzentner Kartoffeln, die, wie gesagt, ohne Einsatz von Chemie angebaut werden. "Ich bestelle die Äcker nur alle fünf Jahre mit derselben Frucht, ansonsten pflanze ich auf den Böden eine Zwischenfrucht wie Ölrettich, der anschließend untergemischt wird. Er dient somit als natürlicher Dünger", betont der Landwirt, dessen Kundschaft nicht nur aus Muggensturm, sondern aus dem gesamten Landkreis stammt. Als Direktvermarkter beliefert Edgar Kimmig mit seinen Kartoffeln auch etliche Restaurants, so beispielsweise das Kurhaus in Herrenalb, die "Bürgerstube" in Bietigheim oder das "Lamm" in Muggensturm.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr
Samstag: 8.30 bis 13 Uhr

Kontakt:
Edgar's Hoflädele
Hauptstraße 18
76461 Muggensturm
Telefon: (07222) 81429

BeiträgeBeitrag schreiben 
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Für eine Mehrheit der Deutschen ist Armut ein großes gesellschaftliches Problem. Glauben Sie, dass die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird?

Ja.
Nein.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen