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Optimaler Erntezeitpunkt wichtiges Qualitätskriterium
Frisches Obst in Hülle und Fülle: Renate und Wilfried Schababerle mit Enkel Leonard in ihrem Hofladen. Foto: Eiermann
26.09.2012 - 18:50 Uhr
Ottersweier (jo) - Draußen vor der Ladentür kräht zur Begrüßung ein Hahn - der des Nachbarn. Der Hofladen der Schababerles ist seit 50 Jahren eine Größe in Ottersweier. Schon früher kamen Menschen aus der gesamten Region hierher. Damals, um sich im Hofverkauf mit Hähnchen einzudecken - zu einer Zeit, als die Metzgereien diese noch nicht im Angebot hatten. Heute sind Obst, Eier und Geflügel die Standbeine des Betriebs - in jüngerer Vergangenheit ergänzt durch Zier- und Speisekürbisse.


Die Kundschaft schätze "die Nähe zum Erzeuger und die frische, gute Qualität", sagen die Eheleute Renate und Wilfried Schababerle, die den Betrieb in zweiter Generation führen. Mit Wilfried Schaberle war der Obstbau als weiterer Schwerpunkt hinzugekommen. Im Rahmen seiner Ausbildung hatte er sich darauf spezialisiert, ergänzend zu den Erfahrungen seines Vaters Willi in der Legehennenhaltung.

Rund 3000 Tiere bevölkern den ausgelagerten großen Hühnerstall in der Specklach zwischen Ottersweier und Unzhurst. "Die Hühner leben in einer artgerechten Bodenhaltung auf einer Ebene", schildert Schababerle. Für optimale Hygiene sei gesorgt. Tagsüber können die Hennen im überdachten Auslauf an der frischen Luft scharren. "Dabei nehmen sie auch gerne ein Sandbad." Die Tiere legen ihre Eier in spezielle Nester. Ein Sammelband transportiert diese in einen Sortierraum.

Der Obstgarten bei Schababerle umfasst gut ein Dutzend Arten von A wie Apfel bis Z wie Zwetschge, letztere mit allein elf Sorten. 14 sind es beim Apfel. Der Großteil der Ernte ist für den Hofladen bestimmt, der Anbau mit frühen und späten Sorten darauf ausgerichtet. Der Betrieb beliefert zudem den Handel. Der optimale Erntezeitpunkt ist ein wichtiges Qualitätskriterium: "Die Früchte sollen nicht nur gut aussehen, sondern vor allem auch geschmacklich überzeugen." Ein Kühllager ermöglicht ganzjährig den Verkauf von hochwertigem Kernobst.

Der Schababerle-Hof ist kein Biobetrieb, setzt aber auf natürliche Methoden bei der Schädlingsbekämpfung und Düngung - in enger Abstimmung mit dem Pflanzenschutzdienst des Landwirtschaftsamts Bruchsal. Die Nährstoffversorgung werde laufend durch Bodenproben überprüft. "Eingegriffen wird nur so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich", erklärt Schababerle.

Der Familienbetrieb beschäftigt einen Festangestellten und fünf Aushilfen. Um das Hofladen-Sortiment abzurunden, wird auch zugekauft. Nudeln etwa, hergestellt aus Schababerle-Eiern. Kartoffeln, Feldsalat und die Weine vom Wolfhag stammen von Erzeugern aus der Verwandtschaft. Die Geflügelprodukte kommen aus dem Elsass. Nicht aber die Suppenhühner, diese sind aus eigener Schlachtung.

Der Hof lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen und hat natürlich ein Brennrecht. Schababerle ist auch als Kleinbrenner aktiv. Süße Früchte destilliert er zu hochwertigem Hochprozentigen.

Öffnungszeiten:
Freitag: 8 bis 18 Uhr
Samstag: 8 bis 13 Uhr

Während der Beeren und Kirschzeit zusätzlich Montag bis Donnerstag: 8.30 bis 12.30 Uhr

Kontakt:
Obst-Eier-Geflügel Schababerle
Münchhofstraße 6
77833 Ottersweier
Telefon: (07223) 30395

www.hofladen-schababerle.de

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