http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Vom Ei zur eingefärbten Nudel
Die beiden Ottersdorfer Simone und Andreas Götz öffnen jeden Samstagmorgen ihren Hofladen für Kunden. Foto: Denker
05.09.2013 - 14:41 Uhr
Von Jochen Denker

Rastatt - Seit mehr als 100 Jahren betreibt die Familie von Andreas Götz in Ottersdorf Landwirtschaft zur Eigenversorgung. Im Herbst 2011 hat der 43-Jährige damit begonnen, die Produkte seiner Streuobstwiesen sowie Backwaren, Eier, Rindfleisch und Wurst auch im eigenen Bauernladen anzubieten. Viermal im Jahr verköstigt der gelernte Landwirt seine Kundschaft außerdem auf Bauernmärkten der Region.

Bis nach Bühl und Achern führt Götz dabei sein Weg mit dem mobilen Hofladen. Dann geht auch seine Spezialität - Bauernfladen mit Speck, Käse, Rahm und Zwiebeln - über die Theke.

Gemeinsam mit seiner Frau Simone hat Götz den Traum wahr gemacht, landwirtschaftliche Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen - als Direktvermarkter. Jeden Samstag um sieben Uhr öffnet ihr Hofladen in der Friedhofstraße8 in Ottersdorf seine Türen.

Die Äpfel, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Quitten und Birnen ihrer Streuobstwiesen, die rund um Ottersdorf verteilt sind, verarbeitet das Ehepaar zu Saft, Marmelade, Likör oder Schnaps. "Regionalität und Nachhaltigkeit sind uns sehr wichtig. Die Transportwege sind kurz und der Kunde weiß, wo die Ware herkommt", erklärt Andreas Götz.

Backwaren gibt es im Hofladen auf Vorbestellung. Die Kunden ordern telefonisch oder per Bestellschein. "So muss am Ende nichts weggeworfen werden", erklärt Simone Götz.

Aber auch für Kunden, die zum spontanen Einkauf kommen, gibt es ein begrenztes Kontingent an Brot, Brötchen und Croissants. Geliefert werden die Backwaren von einem Bäcker aus der Region.

Die rund 60 Legehennen, die im Freiland gehalten werden, liefern - je nach Jahreszeit - zirka 50 Eier pro Tag. Zu kaufen gibt es diese in "Andi's Bauernladen" auch bereits verarbeitet: als Nudeln. Drei verschiedene Sorten werden angeboten: Eier- und Dinkelnudeln sowie Nudeln, die mit Braumalz eingefärbt wurden. Eine Kooperation mit einer Firma aus der Region macht es möglich. Neben Hühnern gehören auch einige Schweine und acht Rinder zum Betrieb. Das Schweinefleisch bietet Götz als grobe Bauernwurst, Leberwurst und geräucherten Schinken an.

"Zwei Mal im Jahr schlachten wir drei bis vier unserer Rinder", erklärt er. Meist geht es den Bullen "an den Kragen". Die Kühe werden zur Nachzucht gebraucht. In Fünf- und Zehn-Kilo-Paketen ist das Fleisch dann im Hofladen erhältlich. Die Kunden haben sich auf den Termin im Herbst eingestellt - viele bestellen vor. Stolz ist Götz auf eine Limpurger Kuh, die vor kurzem ein Kalb bekommen hat. "Diese Nutztierrasse ist vom Aussterben bedroht", erklärt er bei einem Besuch auf der Weide.

Regionalität ist dem Landwirt auch beim Thema Futter wichtig. So komme das Getreide für die Tiere aus der Region; bei der Zuführung von Soja als Eiweißträger achtet Götz auf gentechnikfreien Anbau.

Öffnungszeiten:

samstags: 7 bis 11.30 Uhr

Kontakt:

Andi's Bauernladen

Friedhofstraße 8

76437 Rastatt-Ottersdorf

Telefon: (07222) 1577901

E-Mail: andisbauernladen@hotmail.de

BeiträgeBeitrag schreiben 
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Noch ist die Vermietung von Waschmaschinen und Bekleidung in Deutschland ein Nischenmarkt. Glauben Sie, dass sich das durchsetzt?

Ja.
Nein.
Weiß nicht.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen