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Schwarzwaldhochstraße weiterhin gesperrt
14.01.2019 - 09:34 Uhr

Baden-Baden (red/bema/lsw) - Die B500 zwischen Sand und Ruhestein ist wegen der Gefahr von Schneebruch durch das wärmere Wetter weiterhin voll gesperrt. Das gilt auch für viele Zufahrtsstraßen in das Höhengebiet.

Wie die Straßenmeisterei in Bühl am Montagmorgen auf BT-Anfrage erklärte, blockieren weiterhin umgestürzte Bäume die Strecke. Zudem sei eine Böschung abgerutscht. Die Mitarbeiter waren am Montag weiterhin mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Polizei konnte aus ihrer Sicht zunächst Entwarnung geben: Gegenüber dem BT hieß es am Morgen von dort, dass es keine neuen Unfälle oder Vorkommnisse aus dem Bereich der Schwarzwaldhochstraße zu vermelden gebe.

Wie die Bergwacht am Montag mitteilte, sitzen in einer Skihütte auf der Hornisgrinde zwölf Wintersportler fest. Sie sollen laut Bergwacht bis Montagabend zu einer tiefer gelegenen Hütte absteigen. Dann soll dort auch die Schwarzwaldhochstraße wieder befahrbar sein, hieß es weiter, sodass die Gruppe abgeholt werden kann. Gefahr für die Eingeschlossenen bestehe nicht, sagte ein Sprecher der Polizei in Offenburg.
Die Hütte gehört dem Akademischen Skiclub Karlsruhe und liegt auf 1.145 Metern Höhe. Weitere Informationen zu der Gruppe waren zunächst nicht bekannt.

Am Samstagnachmittag war die B500 zwischen Sand und Ruhestein auf Veranlassung der Polizei gesperrt worden. Polizei und Mitarbeiter der Straßenmeistereien hatten Wintersportler ins Tal geleitet. Zudem wurden Hütten geräumt.

Einsetzendes Tauwetter

In der Nacht zum Sonntag hat es nochmals gut 30 Zentimeter Neuschnee in den Hochlagen gegeben. Die offizielle Warn-App NINA hatte für Sonntag davor gewarnt, dass das einsetzende Tauwetter die Gefahr von Schneebruch noch verschärfen könnte.

Zahlreiche Lifte geschlossen

Die Schneefallgrenze sollte dann auf 1.000 Meter ansteigen, in tieferen Lagen wurde ergiebiger Regen erwartet. Auch an der Schwarzwaldhochstraße ging der Schnee am Sonntagvormittag in Regen über. Zudem wurde es stürmisch. Die Unwetterzentrale warnte bis in die Nacht auf Dienstag vor Böen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 110 Stundenkilometern. Zahlreiche Skilifte bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen.

In Unterstmatt wurde ein Auto von herabstürzenden Bäumen stark beschädigt. Polizei und Feuerwehr brachten eingeschneite Gäste in einem Konvoi durch den gesperrten Bereich der B500 nach unten. Polizei, Feuerwehr und Straßenmeisterei sind bereits seit Samstagnachmittag im Dauereinsatz.

Räumung am Samstag

Bereits am Samstag kam es im Höhengebiet zu zahlreichen Räumungen. Das ehemalige Soldatenheim bei der Bühlertaler Skihütte wurde geräumt. Auf diese war ein Baum gestürzt. Laut Polizei wurde dabei aber niemand verletzt, alle Anwesenden konnten die Hütte eigenständig verlassen. Die Skilifte Seibelseckle und Unterstmatt stoppten den Betrieb und forderten ihre Gäste auf, das Höhengebiet zu verlassen.

Die Feuerwehren aus Bühl und Bühlertal befreiten derweil die Fahrbahn von umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen. Die Feuerwehr Bühl telefonierte zudem sämtliche Hütten im Höhengebiet ab und forderte die Personen, die sich dort aufhielten, auf, das Gebiet zu verlassen. Alle Zufahrtsstraßen, die ins Höhengebiet führen, wurden gesperrt. Das betrifft auch die Zufahrten von Bühl-Neusatz, Brandmatt, Seebach und Allerheiligen.

Fotos: Margull

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