Neue Rheinquerung für Radler

Neue Rheinquerung für Radler

Rastatt (vn) - Die Bahnstrecke über den Rhein bei Wintersdorf könnte in wenigen Jahren wieder in Betrieb genommen werden. Parallel arbeiten das Département Bas-Rhin und der Landkreis Rastatt deshalb an einem gemeinsamen Projekt für eine Fahrradbrücke in der Nähe der bestehenden Eisenbahnbrücke zwischen Beinheim und Wintersdorf. Dies bestätigte Mario Mohr, Dezernent im Landratsamt.

"Wir haben grundsätzlich Interesse an einer sicheren und attraktiven Querung des Rheins für Radfahrer." Der starke Autoverkehr, die schmalen Fahrbahnen und die Gleisrillen seien für Radler sehr gefährlich, so Mohr. Da die Querung von französischer Seite aus als Eisenbahnbrücke gewidmet sei, werde derzeit der Bau eines separaten Bauwerks für Radfahrer besprochen. Dies hat den Vorteil, dass das Projekt von der Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung der Bahnlinie abgekoppelt und eigenständig vorangetrieben werden kann. Mohr: "Wir sind dann raus aus der großen Diskussion."

Ein Vorantrag für Interreg-V-Förderung wurde eingereicht, bis Jahresende muss der finale Antrag vorliegen. Auch für die Radbrücke muss eine Studie die Machbarkeit nachweisen. "Erst dann können wir sagen, ob die neue Brücke fünf Meter oder 20 Meter neben der Eisenbahnbrücke verlaufen wird." 2020/2021 dürfte die Studie vorliegen. Der Kreis beteiligt sich mit rund 25 000 Euro an den Kosten. Mit den französischen Partnern stehe man in ständigem Kontakt, so Mohr.

Neue Dynamik am Oberrhein

In einem großen Hintergrundbericht beleuchtet das BT in der Freitagsausgabe die neue Dynamik, die derzeit beiderseits des Rheins zu spüren ist, wenn es um Verbesserungen der grenzüberschreitenden Mobilität geht. So plant Frankreich für das nächste Jahrzehnt eine neue Straßenbrücke, die die A35 im Elsass mit der A5 in Baden verbinden soll. Auch 25 neue Züge wurden von der Région Grand Est bestellt. Sie sollen ab Dezember 2024 grenzüberschreitend im Einsatz sein.

Symbolfoto: Steinacker/Archiv

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