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Schulwegunfälle im Landkreis Rastatt leicht angestiegen
Schulwegunfälle im Landkreis Rastatt leicht angestiegen
11.09.2017 - 11:15 Uhr
Rastatt/Baden-Baden (red) - Mit dem Ende der Sommerferien und dem Beginn des neuen Schuljahrs richtet die Polizei ein besonderes Augenmerk auf den Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmer. Mit der Schule beginnt für die Abc-Schützennicht nur ein neuer Lebensabschnitt. Die Jüngsten wagen auch einen ersten selbstständigen Schritt auf die Straßen, Geh- und Radwege des Polizeipräsidiums.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg ist die Anzahl der polizeilich registrierten Schulwegunfälle (Schüler bis 17 Jahre als Verkehrsteilnehmer) im vergangenen Jahr zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 31 Unfälle weniger verzeichnet (108 auf 77). Im Landkreis Rastatt stieg die Zahl jedoch von 18 auf 24. In Baden-Baden waren keine Kinder auf ihrem Schulweg an einem Verkehrsunfall beteiligt.

Schulwegunfälle und ihre möglichen Ursachen unterliegen einer ständigen polizeilichen Auswertung und Analyse. Während beim Blick auf die Unfallörtlichkeiten keine lokalen Unfallschwerpunkte festgestellt werden konnten, fällt bei der Untersuchung der Unfallursachen auf, dass nahezu 70 Prozent aller Schulwegunfälle von den jungen Verkehrsteilnehmern selbst verursacht wurden, wie die Polizei mitteilt. Der verbleibende Anteil entfällt fast vollständig auf das Fehlverhalten von Autofahrern. Gab es bei den Schulwegunfällen weniger Leichtverletzte (91 auf 55), so musste in der Statistik ein Anstieg der schwer verletzten Schüler registriert werden (14 auf 18). Unfälle mit tödlichem Ausgang blieben glücklicherweise aus.

Neben dem verstärkten Blick der Ordnungshüter auf das Verhalten der Kinder auf ihrem Schulweg und der Verkehrstauglichkeit ihrer Zweiräder muss in den kommenden Wochen auch verstärkt mit Geschwindigkeitskontrollen gerechnet werden. Ein zusätzlicher Fokus richtet sich auf die Transportsicherheit in den elterlichen Fahrzeugen. Kindersitze und Sitzerhöhungen sind vorgeschriebene Ausrüstungsgegenstände; ein angelegter Sicherheitsgurt kann ab Tempo 30 lebensrettend sein.

Polizei gibt Tipps für sicheren Schulweg

Trainieren Sie den Schulweg mit Ihrem Kind einige Wochen, bevor es diesen selbstständig geht. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, arbeiten Sie mit vielen Wiederholungen.

Informieren Sie sich bei Ihrer Schule über den "Schulwegplan", der Ihnen sichere Wege empfiehlt.

Wecken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig. Zeitdruck und Hektik können sich auf das Verhalten im Straßenverkehr negativ auswirken.

Achten Sie auf eine gut sichtbare Kleidung Ihres Kindes im Straßenverkehr. Die Erkennbarkeit kann durch helle Kleidung und Reflektoren wesentlich unterstützt werden.

Lassen Sie Ihr Kind mit anderen Kindern in Kleingruppen gehen. Stärken Sie hierbei das Gemeinschafts- und Verantwortungsgefühl der Kinder.

Sichern Sie alle mitfahrenden Kinder immer mit altersentsprechenden Kindersitzen. Erst ab zwölf Jahren beziehungsweise einer Körpergröße von 150 Zentimetern dürfen Kinder mit dem "Erwachsenengurt" gesichert werden.

Lassen Sie die Kinder an der zur Fahrbahn abgewandten Seite ein- und aussteigen. Halten Sie hierbei mit Ihrem Fahrzeug nicht auf dem Gehweg. Stellen Sie Ihr Auto vor allem an Kindergärten und Schulen so ab, dass es weder die Sicht behindert noch den Gehweg versperrt. Kinder könnten dadurch gefährdet werden.

Vor dem Überqueren müssen Sie mit Ihrem Kind am Bordstein ("Stoppstein") stehenbleiben. Dabei sollten sie etwa 20 Zentimeter Entfernung zur Fahrbahn einhalten. Am Zebrastreifen soll Ihr Kind zusätzlich die Hand nach vorne ausstrecken, damit die Autofahrer es deutlicher erkennen können.

Üben Sie mit Ihrem Kind, auf verkehrsrelevante Geräusche zu achten und deren Wichtigkeit zu beurteilen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jeder Straßenüberquerung, auch am Zebrastreifen und an der Ampel, immer nach beiden Seiten schaut (links, rechts, links).

Symbolfoto: dpa

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