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Kretschmann empfiehlt Regietheater und Michael Ende
Kretschmann empfiehlt Regietheater und Michael Ende
30.09.2017 - 15:43 Uhr
Von Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Berlin - Als Opernkenner seit Jahrzehnten hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf dem Kleinen Parteitag in Berlin seinen Grünen empfohlen, sich für die anstehenden Sondierungsgespräche ein Beispiel an der Kreativität von Regisseuren zu nehmen. Er sei Anhänger des modernen Regietheaters, weil ihn fasziniere, wie alte Stoffe immer neu aufbereitet werden.

Mit dieser Haltung müssten die Grünen in die nächsten Wochen gehen. Nach der zwanzigsten "Zauberflöte" habe er sich gedacht, es reiche jetzt, und sei dann doch in die einundzwanzigste gegangen. "Und was war?", so Kretschmann unter großem Beifall der Delegierten: "Sie war völlig anders als alle anderen." Gerade kreativen Menschen zeigten Politiker "in den Mühen der Ebene", was möglich sei und "was man stemmen kann".

"Lest die 'Unendliche Geschichte'"

Für alle Grünen, denen die Phantasie für eine Jamaika-Koalition fehlt, hatte er ebenfalls einen vielbeklatschten Rat: "Lest Michael Ende und die ,Unendliche Geschichte'". Politik sei grundsätzlich dazu da, schwierige Probleme zu lösen. "Leichte lösen sich von selbst", erklärte der Ministerpräsident. Und diese schwierigen Probleme seien auch benannt: vom Klimawandel über Migration und Fluchtbewegung, Globalisierung und Digitalisierung bis hin zu Rechtspopulismus, europäischer Krise "und dass Afrika nicht hochkommt".

Mehrheit für Aufnahme ohne Gegenstimmen

Die Grünen beraten bei diesem sogenannten Länderrat in Berlin Vorgaben und Strategie für die Sondierungen mit CDU, CSU und FDP. Am Ende der mehrstündigen Debatte votierte eine Mehrheit der Delegierten für die Aufnahme ohne Gegenstimme. Viele Redner hatten zuvor allerdings auch die Offenheit des Ausgangs der Gespräche betont.

Foto: dpa

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