http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
"Ein Land, eine Fahrt, ein Ticket"
Baden-Württemberg erhält ab Dezember 2018 einen alle 22 Verkehrsverbünde im Land übergreifenden Tarif. Foto:  dpa
07.11.2017 - 20:34 Uhr
Stuttgart (lsw/red) - Für Fahrgäste von Bussen und Bahnen soll der Ticketkauf in Baden-Württemberg einfacher werden. "Ein Land, eine Fahrt, ein Ticket", verspricht der neue Baden-Württemberg-Tarif.

Bis dieses Versprechen Realität wird, dauert es der Planung zufolge allerdings noch bis zum Jahr 2021: Erst dann soll man auch an jeder Bushaltestelle im Land ein Ticket bis zu einer beliebigen anderen Bahn- oder Bushaltestelle in Baden-Württemberg kaufen können. "Das ist möglich, weil wir die Verbundgrenzen mit dem BW-Tarif überwinden", erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann. Bisher haben alle 22 Verkehrsverbünde im Land ihre eigenen Tarife.

Bahn- und ÖPNV-Ticket in einem

In der ersten Stufe ab 9. Dezember 2018 soll der BW-Tarif bei den Bahnfahrscheinen auch das ÖPNV-Ticket am Zielort einschließen. Auf diese Weise können die Fahrgäste nach der Ankunft mit der Bahn ohne neues Ticket Busse und Stadtbahnen vor Ort nutzen. Wer also etwa von Karlsruhe nach Stuttgart mit der Bahn fährt, kann ohne ein weiteres Ticket mit dem Stuttgarter ÖPNV bis zum Ziel fahren.

Ticket ab 2021 auch über Verbundgrenzen hinweg gültig

In der Stufe ab 2021, so heißt es in der Mitteilung des Verkehrsministeriums, können Fahrgäste landesweit dann durchgängige Fahrkarten (einschließlich Zeitkarten) über Verbundgrenzen hinweg von der Starthaltestelle bis zur Zielhaltestelle lösen. Das BW-Tarif-Ticket soll in Straßenbahnen, Bussen und Nahverkehrszügen gleichermaßen gelten nach dem Motto: Eine Fahrt - ein Ticket, von einer zur anderen ÖPNV-Haltestelle im Land. Das BW-Ticket wird es auch elektronisch geben: In einem deutschlandweit bislang einmaligen Prozess werden derzeit entsprechende Lizenzen für den Verkauf von E-Tickets im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vergeben, mit großem Interesse auch bei Unternehmen außerhalb des ÖPNV-Sektors.

Der Landesfahrgastverband Pro Bahn sieht Vorteile in dem neuen Tarif - allerdings nur für eine kleine Zielgruppe. Der Landesvorsitzende Stefan Buhl bekräftigte aber: "Lieber kleine Schritte in die richtige Richtung als noch 20 Jahre auf den Fortschritt warten."

Symbolfoto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Stuttgart
Land will Kooperationsverbot in Bildung nicht kippen

06.11.2017
Länderhoheit soll bestehen bleiben
Stuttgart (lsw) - Bildung ist eigentlich Ländersache. Die Trennung der Kompetenzen in diesem Bereich wurde 2006 im Grundgesetz verankert. Eine Mehrheit der Bundesländer will das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern abschaffen - Baden-Württemberg aber nicht (Foto: dpa). »-Mehr
Murgtal
Spätsommerlich am Tage, herbstlich in den Nächten

06.11.2017
Spätsommerlich am Tage
Murgtal (dik) - Nass, über weite Strecken zu warm und gegen Ende herbstlich kühl, das war der Oktober 2017 im Murgtal. Laut DWD war er einer der zehn wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1881 - in Ottenau (Foto: Michael Müller) betrug die Durchschnittstemperatur 13 Grad Celsius. »-Mehr
Stuttgart
--mediatextglobal-- Zusammenarbeit vereinbart: Peter Hauk (links) und sein Kollege Damien O´Conner. Foto: Landwirtschaftsministerium

04.11.2017
Im Silicon Valley der Landwirtschaft
Stuttgart (red) - Peter Hauk ist mit einer Delegation nach Neuseeland gereist, um sich über die neuesten Erkenntnisse in der Landwirtschaft zu informieren. Was Neuseeland in der Agrarwirtschaft so besonders macht, das erklärt der Minister im Interview (Foto: Landwirtschaftsministerium). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Schwarzwaldwurm Wilma ringelt sich vielsprachig durch Kinderzimmer. Foto: Hecker-Stock

04.11.2017
Bilderbuchwurm aus Schwarzwald
Baden-Baden (co) - Die aus Haueneberstein stammende Ulrike Wa lter hat Schwarzwaldwurm Wilma erfunden, die liebenswerte Hauptfigur ihrer Kinderbücher, die mittlerweile in ganz unterschiedlichen Dialekten und Sprachen erschienen sind (Foto: Hecker-Stock). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Ramzi Bouteraa (links) und Alexander Heidt packen nun die Wiedereröffnung des Lokals gegenüber dem Rastatter Schloss an. Foto: Melcher

04.11.2017
Aus "Riva" wird "Rossi"
Rastatt (dm) - Im ehemaligen "Riva" beim Schloss steht ein Neustart als Bar, Café und Restaurant "Rossi" bevor. Als Eröffnungstermin nennt der neue Betreiber den 1. Dezember. Unterdessen muss das im Schlosseingangsbereich liegende Café "Imperial" zum Jahresende schließen (Foto: dm). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Für eine Mehrheit der Deutschen ist Armut ein großes gesellschaftliches Problem. Glauben Sie, dass die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird?

Ja.
Nein.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen